Altötting/Mühldorf – Mit den Jahresendzahlen für Gesamtbayern hat das Landesamt für Statistik vergangene Woche auch die Gästeankünfte und Übernachtungszahlen für die einzelnen Regionen und Gemeinden in 2017 veröffentlicht. Das Jahresergebnis der Inn-Salzach-Region mit den Landkreisen Altötting und Mühldorf zeigt eine erfreuliche Entwicklung: Mit 212422 Gästeankünften konnte eine Steigerung von rund fünf Prozent erreicht werden.
Die Übernachtungen fielen mit 464972 um 3,2 Prozent höher aus als im Vorjahr. Andrea Streiter, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Inn-Salzach, freut sich über die positive Entwicklung: „Es ist schön, zu sehen, dass unsere touristische Arbeit Früchte trägt und immer mehr Gäste unsere Destination als Erholungs- und Aktivplattform kennenlernen und wiederkommen“. Aber es spielten auch aktuelle touristische Entwicklungen eine Rolle. „Immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub „dahoam“ und besonders gerne in Bayern“, so die Tourismus-Chefin.
Waldkraiburg und Mühldorf gestärkt
Die stärkste touristische Nachfrage in der Region Inn-Salzach wurde 2017 in den Monaten Mai, Juli und September erzielt. Insbesondere die Städte Mühldorf und Waldkraiburg haben hier gute Steigerungen erreicht. Gründe dafür sind neue touristische Angebote, wie beispielsweise die Schauspieler-Stadtführungen in Mühldorf, touristische Events wie das „12 Stunden E-Bike-Festival“ des Tourismusverbands im vergangenen Jahr oder ein neu eröffnetes Vier-Sterne-Hotel in Waldkraiburg, mit dem das Übernachtungsangebot erweitert werden konnte.
Radtourismus ist
vielversprechend
Die leichten Rückgänge im Landkreis Altötting seien unter anderem ein Effekt der Renovierungsarbeiten an der Jugendherberge in Burghausen, mit der der Stadt und dem Umland viele Betten und damit Übernachtungsmöglichkeiten abgingen. Dies wird sich mit der Neueröffnung 2018 wieder ins Positive kehren. „Wir rechnen hier mit ungefähr 20000 Übernachtungen mehr“, so Streiter. Die genaue Kenntnis der Strukturen helfe dem Verband, detaillierte Angebote zu entwickeln und an den Gast zu bringen. Mit besonderen Angeboten wie einer geführten Bierwallfahrt nach Altötting oder speziellen Schnupperpilger-Angeboten wurden bereits attraktive touristische Pakete geschnürt. Mit der geplanten Verbesserung des Radwegenetzes Inn-Salzach und der Entwicklung neuer Themenradtouren setzt man verstärkt auf den Radtourismus. „Der Radtourismus in Deutschland boomt seit Jahren, davon kann auch die Tourismusregion Inn-Salzach profitieren“, so Streiter. re