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Werk in Niederndorf wird schließen

von Redaktion

Rosenheim – Kathrein passt im Rahmen seiner Restrukturierung die Lieferkette an. Im Zuge dessen werden ein neues Produktionskonzept eingeführt und Fertigungsstandorte geschlossen. Dies teilte der Rosenheimer Spezialist für Kommunikationstechnik gestern mit. Betroffen ist von den Schließungen auch das Werk in Niederndorf, Österreich (Kathrein Mobilcom Austria). Davon sind 230 Mitarbeiter betroffen.

Damit reagiert Kathrein nach eigenen Angaben auf die gestiegenen Anforderungen des Marktes. „Um unsere Wettbewerbsposition zu stärken, müssen wir die Wünsche unserer Kunden noch besser erfüllen und noch schneller liefern. Daher organisieren wir unsere Lieferkette neu“, erläutert Jürgen Walter, Chief Operating Officer der Kathrein- Gruppe. „Wir vertikalisieren die Produktion in unseren Werken und sorgen mit neuen Lieferantenstrategien für eine flexiblere Materialversorgung. Zugleich konsolidieren wir Produktgruppen in den einzelnen Standorten – das ermöglicht mehr Flexibilität und spart Zeit.“

Die Fertigung von Mobilfunkantennen übernehmen künftig allein die Werke in Timisoara (Rumänien) und Tetla (Mexiko). Der Produktionsstandort in Shenzhen (China) spezialisiert sich auf die Fertigung von Antenna Line Devices und Antennenfiltern. Auch die Fertigung in Tschechien (KEL Electronic GmbH) wird geschlossen.

Die Mitarbeiter seien bei Informationsveranstaltungen darüber in Kenntnis gesetzt worden, hieß es. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern werde jetzt über einen Sozialplan verhandelt.

Die Ursprünge der Kathrein-Gruppe reichen bis ins Jahr 1919 zurück. Heute wird das Werk in dritter Generation von Anton Klaus Kathrein geführt. Ende 2017 gab das Unternehmen bekannt, dass es sich wirtschaftlich tief in der Krise befinde. re

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