Sparkasse Altötting-Mühldorf

„Sehr gute Kapitalbasis aufgebaut“

von Redaktion

Es ist sein letzter, wichtiger, offizieller Termin in Mühldorf, bevor er Ende des Monats als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse nach Ulm wechselt: Dr. Stefan Bill präsentierte mit seinem Team die Bilanzzahlen von 2017 der Sparkasse Altötting-Mühldorf.

Mühldorf – Es sind Zahlen, die sich durchaus sehen lassen können. Das vergangene Jahr sei eines der besten gewesen, so Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Bill. Die Sparkasse habe ihr Wachstum in allen wesentlichen Geschäftsfeldern fortgesetzt. Mit rund 91000 Girokonten und einem Kundengeschäftsvolumen von insgesamt 4,8 Milliarden Euro ist der Weg wohl geebnet für den Ausbau der Kapitalbasis und schafft Rückenwind, wenn es künftig darum geht, die immer komplexeren, regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. War das Geschäftsjahr 2017 durch eine robuste, wirtschaftliche Entwicklung geprägt, so sind die Märkte weiterhin von der Niedrigzinsphase gezeichnet und darum drehten sich hauptsächlich auch die Sorgen der Sparer, so Bill.

Obgleich die Zahl der Girokonten um rund 1100 Stück zugenommen hat, steigt auch bei den Bankkunden in Altötting und Mühldorf das Bewusstsein für die digitalen Dienste ihrer Sparkasse. So werde bereits täglich die Internet-Filiale 16000-mal besucht. 2017 seien es insgesamt sechs Millionen Besuche gewesen.

Mehr Interesse an Wertpapieren

Die Bilanzsumme der Sparkasse ist auf 2,6 Milliarden Euro gewachsen, wie der Vorstand weiter aufzeigte. Die Kundenkredite erhöhten sich zusammen mit den Kreditzusagen um 3,8 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro, das sind 66 Millionen Euro mehr als 2016. „Die Zusagen an Unternehmen und Selbständige sind dabei besonders relevant“, so Bill, „sie legten um 8,4 Prozent recht kräftig zu.“ Um 73 Millionen Euro auf insgesamt 2,15 Milliarden Euro haben sich auch die Kundeneinlagen 2017 gegenüber dem Vorjahr erhöht. „Ein wichtiger Bestandteil in der Vermögensanlage der Kunden war auch 2017 das Wertpapiergeschäft“, sagte Bill, „aber leider haben wir in Deutschland immer noch keine wirkliche Wertpapierkultur.“ In diesem Zusammenhang betonte er, die Berater arbeiteten zusammen mit den Kunden stets an einer individuellen Portfolio-Struktur. Insgesamt habe sich der Wertpapierabsatz netto um 132 Prozent erhöht. Auch Bausparen ist offenbar angesagt in den Landkreisen Altötting und Mühldorf: Das Vermittlungsvolumen sei um elf Prozent auf 72 Millionen Euro angestiegen: „Wenn es, wie wir vermuten, mittel- bis langfristig zu einer leichten Zinssteigerung kommt, ist derjenige, der in den nächsten drei bis fünf Jahren bauen möchte, mit einem Bausparer sehr gut beraten“, so Bills Fazit. Insgesamt zeige sich der regionale Immobilienmarkt allerdings angespannt: Die Zahl der Kaufwilligen übersteige bei Weitem die der Verkäufer, selbst wenn das Vermittlungsvolumen 2017 um 19 Prozent erhöht werden konnte. „Der breit angelegte Preisauftrieb bei Wohnimmobilien setzte sich im vergangenen Jahr fort“, so die Sparkasse, laut neuesten Zahlen von 2016 habe es im Landkreis Mühldorf eine Steigerung der Immobilienumsätze von zwölf, im Nachbarlandkreis Altötting sogar um 17 Prozent gegeben. In ganz Oberbayern seien es 15 Prozent gewesen. „Dieser Trend wird sich fortsetzen.“

Hohe Zufriedenheit der Kunden

Zu einer Verringerung der Erträge aus dem Zinsgeschäft sorgte weiterhin das Niedrigzinsniveau, wobei sich die stabile Wachstumsentwicklung positiv auf den Provisionsüberschuss auswirkte. Die gleichzeitige Optimierung der Leistungserstellung hätte insgesamt dazu geführt, dass der Bilanzgewinn mit 2,6 Millionen Euro etwas über dem Niveau von 2016 liege. Die Kapitalbasis konnte weiter ausgebaut werden und liegt laut Sparkasse mit einem Anteil von 14 Prozent (nach der Gewinnzuführung aus 2017) deutlich über den vorgeschriebenen acht Prozent. Stolz zeigte man sich über die hohe Kundenzufriedenheit, wie eine repräsentative Befragung unter fast 2000 Onlinebanking-Kunden ergeben habe. Zufrieden können auch die 400 Empfänger von Förderungen sein, die die Sparkasse jährlich in mittlerer sechsstelliger Höhe für soziale und kulturelle Zwecke auszahlt.

Die Zahlen auf einen Blick

Bilanzumme:

2,6 Milliarden Euro (+ 3,2 %)

Bilanzgewinn:

2,6 Millionen Euro

Kundeneinlagen:

2,15 Mi lliarden Euro (+ 3,5 %)

Geldvermögen insgesamt:

2,95 Milliarden Euro

Geschäftsvolumen:

4,8 Milliarden Euro

Kredite für Wohnungsbau:

1,1 Milliarden Euro

Spenden/Sponsoring:

439000 Euro

Stiftungskapital:

3 Millionen Euro

Kundenkonten:

229435, davon 91000 Giro

Mitarbeiter:

488

Auszubildende:

30

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