Rosenheim/Mühldorf/Altötting/Traunstein/BGL – Die Geschäfte in den südostoberbayerischen Landkreisen laufen nach wie vor außerordentlich gut, wie der jüngste IHK-Konjunkturbericht betont. Der IHK-Konjunkturindex fasst dabei die Lageurteile und die Erwartungen der Unternehmen zusammen.
Er lag zum Jahresbeginn mit 133 Punkten fast so hoch wie im Herbst 2017 (134 Punkte) und weiterhin nur knapp unter dem Rekordwert von 136 Punkten, den der Index im Frühjahr 2017 erreicht hatte.
„Die Geschäfte laufen insgesamt bestens für die Unternehmen“, so Irene Wagner, Sprecherin des IHK-Regionalforums Südost. Zwar sind laut Bericht im Südosten die Lageurteile per Saldo seit dem vergangenen vierten Quartal von 60 auf 53 Punkte gesunken, dennoch wurde in der Region Anfang 2018 die Geschäftslage noch nie positiver eingeschätzt: „Knapp 60 Prozent der Unternehmen sind zufrieden mit ihren Geschäften, weniger als jedes Zwanzigste ist unzufrieden“, heißt es.
„Die gute Konjunktur wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen“, so Wagners Prognose. Der Saldo der Erwartungen ist hier laut Bericht mit 15 Punkten etwas höher als noch im Herbst 2017.
Rund jedes vierte Unternehmen erwartet demnach sogar eine weitere Verbesserung, mit einer Dämpfung der Geschäfte hingegen rechnet nur jedes Zehnte. Die starke wirtschaftliche Situation spiegelt sich auch in den Investitions- und Beschäftigungsplänen wider: 35 Prozent der Unternehmen der Region wollen ihre Investitionen ausweiten, das ist der höchste Wert seit vier Jahren (per Saldo mit 25 Punkten ein Sechs-Jahresrekord). Außerdem wollen 28 Prozent mehr Personal einstellen – „ein neuer Allzeitrekord“, so der Konjunkturbericht.
60 Prozent der südostbayerischen Unternehmen sehen im anhaltenden Fachkräftemangel ein Geschäftsrisiko, wie auch viele Unternehmen im restlichen Bayern unter diesem Mangel leiden (62 Prozent). Gleichzeitig wird die Arbeitskraft teurer. Für über die Hälfte der Unternehmen in der Region stellen Arbeitskosten ein Risiko dar. re