Traunstein – „Die Digitalisierung macht vor uns nicht halt“, berichtete Vorstandsvorsitzender Roger Pawellek bei der jüngsten Präsentation der Bilanzzahlen 2017 der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg. Zusammen mit seinen Vorstandskollegen Josef Schallinger und Stefan Nieß belegte der Sparkassen-Chef seine Aussage mit dem veränderten Kundenverhalten.
Die Kunden kämen weniger in die Geschäftsstellen, dafür stiegen die Online-Konten, die Nutzer des elektronischen Postfaches und die Besucher auf der Internetseite rasant an. Auch die Nutzerzahlen der Apps seien von 5500 auf 7400 deutlich gestiegen.
Wertpapiergeschäft legt gut zu
Mit dem Facebook-Auftritt und Instagram sei die Kreissparkasse nah am Kunden. Zusätzlich wurden, so der Vorstand, die Geschäftsstellen mit WLan-Hotspots ausgestattet.
Stolz zeigte sich Pawellek in diesem Zusammenhang über die Kundenbeurteilung zu den Finanzkonzept-Beratungen: 99 Prozent der Kunden bewerten diese mit „Sehr gut“ und „Gut“. Aus den Bilanzzahlen lässt sich der Trend weg vom Sparbuch hin zu Wertpapieren erkennen, erklärte Pawellek. Das Wertpapiergeschäft habe zweistellige Zuwachsraten. Mittlerweile würden über 10000 Depots geführt.
Dagegen geht die Zahl der Girokonten zurück, vor allem zu Gunsten von Onlinekonten; auch das Banking im Internet nimmt stetig zu (siehe Infokasten). Auch in dem „schwierigen Marktumfeld Immobilien“ konnte sich die Sparkasse im Jahr 2017 behaupten.
Mit 417 Mitarbeitern und 28 Azubis ist die Sparkasse ein großer Arbeitgeber in der Region. Dies soll so bleiben, eine Fusion ist laut Pawellek nicht geplant. Mit 500000 Euro unterstützte man rund 400 Vereine und gemeinnützige Einrichtungen. Um in Zukunft noch mehr Projekte zu unterstützen, kündigte der Sparkassenchef eine neue Spendenplattform an. re