Altötting/Mühldorf – Die Unternehmen in den Landkreisen Altötting und Mühldorf sind mit großem Rückenwind in das neue Jahr gestartet. Wie aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für die Region hervorgeht, bezeichnen insgesamt 57 Prozent der Betriebe ihre Lage als „gut“.
„Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Auswertungen 2015“, zeigt sich Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, erfreut. „Die Betriebe in der Region sehen viel Raum und Potenzial für Wachstum. Sowohl die Absichten neue Investitionen zu tätigen als auch zusätzliche Jobs zu schaffen, erreichen neue Höchststände“, fasst die Unternehmerin aus Schwindegg zusammen. So möchten 35 Prozent der Unternehmen mehr investieren und 28 Prozent wollen zusätzliches Personal einstellen. Zugelegt hat allerdings der Fachkräftemangel.
60 Prozent der Betriebe nennen in der Umfrage diesen Risikofaktor, neun Punkte mehr als noch im Herbst. Hinzu kommen die steigenden Arbeitskosten, für mehr als die Hälfte der Betriebe ein Risiko. Wie Obermeier-Osl erklärt, fühlen sich 56 Prozent der Unternehmen von der langwierigen Regierungsbildung belastet, neun Prozentpunkte mehr als im bayerischen Durchschnitt: „Leider vermissen wir im kürzlich vorgelegten Koalitionsprogramm die notwendige Klarheit, wie es bei der Energiewende weitergeht. Ein Drittel der Unternehmen stuft die steigenden Rohstoffpreise als Risiko ein. Das ist ein Alarmsignal.“re