Miesbach – Trotz nachgebender Milchpreise und Ungewissheit durch die Umsetzung der Düngeverordnung zeigte man sich mit dem zweiten Februarmarkt beim Zuchtverband Miesbach zufrieden. Die Preise gaben leicht nach, sind aber noch „auf einem recht ordentlichen Niveau“, so der Verband. Alle 14 aufgetriebenen Stiere wurden zu Preisen zwischen 1700 und 2500 Euro verkauft. Die beiden angebotenen Spitzenstiere gingen je für rund 2500 Euro weg. Bei den Jungkühen betrug der Mittelwert 1614 Euro bei 27,4 Kilo Tagesgemelk und 2,3 Kilo Minutengemelk. Während die 2000 Euro nur sechsmal übertroffen wurden, blieben aber auch nur vier Tiere unter 1300 Euro. Der Grund hier war meist eine schwache Milchleistung, gepaart mit schlechter Melkbarkeit. Drei Züchter gaben ihre Tiere trotz ordentlicher Gebote nicht ab, weil sie sich noch mehr erhofft hatten. Den Spitzenpreis erreichte eine stattliche, natürlich hornlose Ralmes-Tochter von Sebastian Andrä aus Gmund mit 2300 Euro.
Die meisten Tiere bleiben in Bayern
Die Spitzenjungkuh, eine mit einem hervorragenden Euter ausgestattete Mint-Tochter von Josef Heufelder aus Wackersberg, ging für 2250 Euro in die Niederlande.
Zum gleichen Preis blieb eine Biojungkuh von Michael Schnitzenbaumer aus Weyarn in der Heimatgemeinde.
Mit nur sechs Biotieren war der Auftrieb auf diesem Sektor noch zu schwach. Ordentliches Gewicht und Milchleistung vorausgesetzt, wären hier noch genügend Interessenten vorhanden gewesen. Lediglich eine Mehrkalbskuh war am Markt erschienen und konnte für 1420 Euro verkauft werden. Die Käufer verteilten sich folgendermaßen: 23 Zuchttiere blieben im Verbandsgebiet, 58 im restlichen Bayern, zwölf gingen nach Norddeutschland und 27 nach Südtirol, Belgien und Holland. Die weitere Preisentwicklung wird stark vom Milchmarkt abhängen und wie die Landwirte mit der Düngeverordnung umgehen.
Der nächste Miesbacher Viehmarkt findet am 21. März statt. re