Neutraubling/Rosenheim – Krones, führender Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, hat gestern den Geschäftsbericht für das Jahr 2017 veröffentlicht. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Neutraubling hat seinen zweitgrößten Standort in Rosenheim, wo das Werk noch einen Sitz in Raubling unterhält. Für Rosenheim wiederum gehört Krones mit weit über 1000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern.
Die Auftragslage am Standort Rosenheim/Raubling hat sich in den letzten Jahren stets als sehr gut erwiesen, wie das Unternehmen mitteilte. Krones Rosenheim konnte daher auch einen „löblichen Beitrag“, wie es hieß, zum Krones-Umsatz im Jahr 2017 leisten. „Nichtsdestotrotz sind wir nach wie vor einem großen globalen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Anforderungen des Marktes ändern sich rasant – immer höher, immer schneller“, so Dr. Helmut Schwarz, Werkleiter Rosenheim-Raubling. „Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen wir äußerst zügig und flexibel auf sie reagieren können.“ Dazu bedürfe es einer höheren Produktivität, die nur durch den Ausbau von Kapazitäten und neuen, klar definierten und optimierten Arbeitsprozessen erzielt werden könne, „und uns zugleich zukunftsfähig macht.“ Der Konzern habe daher in den vergangenen Jahren stark in das Werk Rosenheim investiert. Raubling profitierte davon 2017 am meisten: „25 Millionen Euro wurden uns für einen Hallenneubau in Raubling zur Verfügung gestellt. Die Genehmigung dieser Investition ist ein Zeichen der Wertschätzung unseres Standortes hier in Rosenheim durch den Vorstand und Aufsichtsrat der Krones AG“, so Schwarz.
Leisten kann sich das Unternehmen diese Investitionen: Insgesamt konnte Krones seinen stabilen und profitablen Wachstumskurs fortsetzen und will die Aktionäre nun angemessen am Erfolg beteiligen. So soll an sie eine Dividende in Höhe von 1,70 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. 2016 betrug deren Wert noch 1,55 Euro.
Grund zur Freude bereiten dem Konzern insgesamt die positiven Nachrichten aus dem Geschäftsjahr 2017. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro. Prozentual am stärksten legten die Erlöse in Südamerika/Mexiko, Asien/Pazifik und Westeuropa zu.
Hohe Preise durch Effizienz ausgeglichen
Der Auftragseingang verbesserte sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf gut 3,8 Milliarden Euro. Während sich der Auftragseingang in Asien/Pazifik und Nordamerika überproportional erhöhte, war er in China und in der Region Mittlerer Osten/Afrika leicht rückläufig, wie der Konzern mitteilte. Ende 2017 verfügte Krones über einen im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent höheren Auftragsbestand von 1,2 Milliarden Euro. Krones steigerte 2017 auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) weiter. Obwohl die Teilnahme an der Leitmesse „drinktec“ einen Aufwand in mittlerer einstelliger Millionen-Höhe bedeutete, verbesserte sich das EBT im Vergleich zu 2016 um 8,9 Prozent auf 259 Millionen Euro. Von den Marktpreisen erhielt das Unternehmen „wie erwartet keine Unterstützung“. Man habe allerdings Kostensteigerungen mit Effizienzgewinnen kompensieren können. Am besten habe sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2017 im Segment „Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung“ entwickelt. Das EBT des Kernsegments zog im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 257 Millionen Euro an. Unter den Erwartungen blieb hingegen das Ergebnis des Segments „Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik“.
Neubau in Raubling läuft nach Plan
Nach einem Plus von 1,5 Millionen Euro im Vorjahr rutschte das EBT 2017 mit minus 4,5 Millionen Euro in die roten Zahlen. Krones ist laut dem Bericht aber zuversichtlich, dass dem Segment 2018 die Rückkehr in die Gewinnzone gelingt. Im Rahmen der Planungen entwickelte sich die Ertragskraft des kleinsten Segments „Maschinen und Anlagen für die Compact Class“. Der Hallenneubau in Raubling indes läuft nach Plan. Im Juni soll die Inbetriebnahme des Neubaus erfolgen.