Biogasforum

Erzeuger stehen vor Unsicherheiten

von Redaktion

Pittenhart – Die Erzeugung von Strom aus Biomasse liefert rund ein Drittel des regenerativen Stroms für den Landkreis Traunstein. Die Erzeugung von Energieträgern auf landwirtschaftlichen Flächen ist jedoch nicht unumstritten. Der Landkreis Traunstein und seine Wirtschaftsförderungs GmbH (Wifö) wollen deshalb in regelmäßigen Veranstaltungen des „Biogasforums“ Möglichkeiten einer nachhaltigen Landbewirtschaftung für die Biogaserzeugung diskutieren. Das jüngste Treffen fand vor Kurzem in der „Alten Zollstation“ in Pittenhart statt. Hauptreferent war Robert Wagner vom „Centralen Agrar-Rohstoff Marketing – und Energie-Netzwerk e.V.“ (C.A.R.M.E.N.), einer der bekanntesten Experten für Biogas. Er erläuterte die aktuellen Entwicklungen im Bereich der alternativen Einsatzstoffe für Biogasanlagen und ging besonders auf Rahmenbedingen und Verfahrenstechniken ein. Noch gebe es nicht allzu viele wirtschaftlich interessante Alternativen zum Einsatz von Silomais. Allerdings schreibe das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz die Förderung eines zunehmenden Anteils von anderen Einsatzstoffen vor. Er verwies auf eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums, wonach Bioenergie mit der Verpflichtung zu CO2-Reduzierungen im Mobilitätsbereich eine zunehmende Bedeutung bekommen werde.

Dr. Willie Stiehler von der Energieagentur Südostbayern stellte den Teilnehmern die Ergebnisse der Regionalmanagementbefragung vor. An der Umfrage hatte sich gut die Hälfte der rund 100 Biogasanlagenbetreiber aus dem Kreis Traunstein beteiligt. Er verschwieg nicht, dass die Biogasanlagenbetreiber in der Region der Zukunft mit einer gewissen Unsicherheit entgegensähen. Trends wie die Düngeverordnung oder das Ausschreibungsmodell nach EEG 2017 würden deutlich als Risiken gesehen, die Direkt- oder Regionalvermarktung des Stroms eher als Chance. Das nächste Biogasforum findet am 19. April in Trostberg statt. re

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