Rosenheim – In Bayern ist die Zahl der Unternehmenspleiten zuletzt gesunken, im Kreis Rosenheim auch: Hier notierten die Gerichte 2017 insgesamt 52 Insolvenzanträge. 2016 waren es noch 55. Gegen die Unternehmen, die ihre Zahlungsunfähigkeit feststellen lassen wollten, bestanden Forderungen von 15,195 Millionen Euro.
Im Kreis Rosenheim klappten bei 19 insolventen Unternehmen die Insolvenzrichter den Aktendeckel rasch wieder zu: „Mangels Masse‘‘ heißt es im Amtsdeutsch, wenn nicht genug Geld da ist, um die voraussichtlichen Kosten des Verfahrens zu bezahlen, denn Insolvenzrichter und -verwalter arbeiten nicht zum Nulltarif. Bei 33 Unternehmen im Kreis Rosenheim wurde das Verfahren eingeleitet, es kam also zur geordneten Insolvenz. Überprüft wird in diesem Verfahren etwa, ob Zahlungsunfähigkeit und/ oder Überschuldung vorliegt. Häufig führen hohe Insolvenzschäden zu Folgepleiten. In Bayern lagen diese Schäden bei 1,86 Milliarden Euro (2016: 1,52 Milliarden Euro). Die Rosenheimer Insolventen sind daran mit rund 15,2 Millionen Euro (Vorjahr: rund 12 Millionen Euro) beteiligt, also mit etwa 3,3 Millionen Euro mehr Forderungen als im Vorjahr. Im Kreis Rosenheim waren zuletzt 162 Arbeitsplätze von Insolvenzverfahren betroffen, 13 mehr als im Jahr davor. In ganz Bayern betraf es 14404 Beschäftigte (Vorjahr: 10711). zds/sus