Gute Preise, aber insgesamt schwächerer Auftrieb

von Redaktion

Stiermarkt: Viele Tiere bleiben im eigenen Zuchtgebiet

Miesbach – Insbesondere der Stiermarkt war, nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach, mit 30 Tieren recht gut beschickt. Die Gebote waren größtenteils für alle Verkäufer annehmbar bis gut. Drei Bummerl, alle in der Viehzuchtgenossenschaft Wasserburg gezüchtet, schafften es in Besamungsstationen: Am teuersten war dabei mit 3900 Euro ein in Pittenhart aufgezogener in Griesstätt gezüchteter Peron-Sohn. Er ging, ebenso wie ein in Evenhausen gezüchteter Sertoli-Sohn, für 3500 Euro an die Bayern-Genetik. Die Natursprungstiere kosteten im Durchschnitt 1890 Euro. Überwiegend kommen sie im eigenen Zuchtgebiet und in angrenzenden Regionen zum Einsatz. Die 90 verkauften Jungkühe erreichten mit 1680 Euro den bisher höchsten Durchschnittspreis in diesem Jahr und konnten sich um 65 Euro gegenüber dem Markt vor drei Wochen verbessern. Zwischen 1240 und 2350 Euro wurden bei einem Durchschnittsgemelk von 28,1 Kilo geboten. Insbesondere die sechs vorgezogenen Musterexemplare der Wertklasse IIa waren recht begehrt und er-reichten im Mittel 2117 Euro. In dieser Klasse besonders stark vertreten war die Viehzuchtgenossenschaft Bad Tölz: Georg Mair aus Gaißach mit zwei Töchtern des ebenfalls von ihm gezüchteten Stieres Walchensee und eine aus einer sehr langlebigen Kuhfamilie stammenden Humpert-Tochter von Hans Rauchenberger aus Lenggries stellten mit bis zu 2350 Euro die absolute Preisspitze. Während zwölf Jungkühe über 2000 Euro kosteten, verfehlten nur zwei die 1300 Euro knapp. Besonders begehrt waren Kühe mit guten Eutern und Fundamenten, auch wenn sie nicht so viel Milch hatten, und die wenigen angebotenen Bio-Tiere. Vier Jungkühe, alle mit erhöhtem Zellgehalt belastet, wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben.

Der Auftrieb bei den Jungkühen hätte noch besser sein können, wie es heißt. Mehrkalbskühe mit 32 beziehungsweise 28 Kilo Milch kosteten zwischen 1200 und 1600 Euro. Neben der starken Nachfrage aus dem eigenen Verbandsgebiet (38 Stück) waren die Niederlande und Niederbayern (31 Stück) die Hauptabnehmer. Der nächste Zuchtviehmarkt in Miesbach findet am Donnerstag, 19. April, statt. re

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