Töging – Vergangene Woche fand die Erörterung des Projektes zur Erneuerung und Erweiterung des Kraftwerks Töging der bayerischen VERBUND Innkraftwerke im Landratsamt Mühldorf statt.
Projektleiter Bernhard Gerauer zeigt sich grundsätzlich zufrieden: „Wir haben die Chance genutzt, alle Aspekte und Vorteile des Projektes, von der Stromerzeugung bis hin zu den ökologischen Auswirkungen und Begleitmaßnahmen, auf der Grundlage unsere Antragsunterlagen und den dazu verfassten Stellungnahmen von Fachbehörden und Anliegern zu erörtern. Es war ein sehr konstruktiver und ergebnisorientierter Dialog.“ Das Kraftwerk Töging mit dem Wehr Jettenbach und dem rund 20 Kilometern langen Innkanal wurde 1924 in Betrieb genommen. Zur langfristigen Sicherung des effizienten Weiterbetriebs des Kraftwerks haben sich die VERBUND Innkraftwerke für die Erneuerung der Anlage entschieden. Geplant ist, die Stromerzeugung von derzeit 565 Millionen Kilowattstunden um rund 120 Millionen Kw/h zu steigern. Dazu sollen die bestehenden 14 Francis-Turbinen durch drei neue Kaplan-Turbinen abgelöst werden. Zudem tragen eine Stauzielerhöhung im Ausmaß von 70 Zentimetern und die Erhöhung der Ausbauwassermenge um 70 m³/s zur besseren Wasserausnutzung bei. Gerauer: „Es ist nun Aufgabe der Behörde, unseren Antrag, die Stellungnahmen und die Erkenntnisse zu bewerten. Wir sind zuversichtlich, dass am Ende dieses Prozesses ein positiver Genehmigungsbescheid für die Umsetzung des Projektes stehen wird.“ Unter den erneuerbaren Energien ist die Wasserkraft mit einem Anteil von 34,4 Prozent (2016) die leistungsfähigste Energieform in Bayern. Sie besitzt einen Anteil von 14,9 Prozent an der Bruttostromerzeugung in Bayern (2016). Laut Bayerischem Energieprogramm soll dieser Anteil auf 23 bis 25 Prozent zu steigern. Die Umsetzung in Töging bedeutet einen Schritt in Richtung Erreichung dieser Zielvorgabe. re