Sportgeschäfte ziehen Bilanz

„Wir sind so gut wie ausverkauft“

von Redaktion

In den Bergen liegt noch Schnee – im Flachland erwacht der Frühling. Saisonwechsel, auch in den Sportgeschäften. Zeit Bilanz zu ziehen: War es ein erfolgreicher Winter? Die OVB-Heimatzeitungen haben sich in der Region umgehört.

Rosenheim/Mühldorf – Insgesamt herrscht überwiegend Zufriedenheit über die saisonalen Absatzzahlen, so das Fazit. „Jetzt gibt es einen Wechsel im Sortiment“, berichtet Michael Hahn, Filialleiter bei Karstadt Sport in Rosenheim. Von Winter auf Sommer, quasi Bikini statt Skianzug. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Umsatz im Wintergeschäft“, sagt Hahn und fügt hinzu: „Langsam aber sicher fiebern die Kunden dem Frühlingsbeginn aber entgegen.“ Entsprechend werde selbst reduzierte Winterware nur noch vereinzelt gekauft. Einen Trend hat der Filialleiter in diesem Winter beobachtet: „Während der Saison greifen viele gerade bei den Skiern zur Leihe.“ Skischuhe würden dagegen eigentlich immer gekauft. „Die Leute wollen einfach mit ihren eigenen fahren.“

Bei IKO Sport Raubling sei der Start in die Wintersaison aufgrund des rechtzeitigen Schneefalls äußerst gut gestartet, berichtet Tessa Irlbacher, Assistentin der Geschäftsleitung. „Wir waren im Dezember fast ausverkauft.“ Der Trend zum Skitourengehen habe sich auch in Raubling bemerkbar gemacht. „Im Januar ist das Geschäft aufgrund der wärmeren Temperaturen etwas abgeflacht“, so Irlbacher. Einen runden Saisonabschluss bescherte dann schließlich der kalte Februar. Das anschließend eher durchwachsene Wetter beeinträchtigte den optimalen Start in die Frühlingssaison. Das Leihgeschäft beschränkt sich bei IKO Sport auf Touren-Ski. „Aufgrund erhöhter Nachfrage“, begründet Irlbacher.

„Licht und Schatten“, so lautet das Fazit von Udo Siebzehnrübl, Geschäftsführer der Filialen Intersport Siebzehnrübl, zur Wintersaison. Insgesamt betreibt er vier Intersport-Filialen, unter anderem in Rosenheim und Altötting. Im Vergleich zum Vorjahr hat man ein Umsatzplus von ungefähr fünf Prozent verbucht. Dabei war der Dezember der verkaufsstärkste Monat. „Das lag an der unüblichen Menge an Schnee“, sagt Siebzehnrübl und fügt hinzu: „Sowohl Ski alpin, Ski-Touren als auch Langlauf war möglich.“

Im Januar verzeichnet allerdings auch er einen Umsatzrückgang. Aufschwung brachte der Februar. „In Rosenheim haben wir sogar bis Ostern noch Skisachen verkauft“, so Siebzehnrübl. Der Grund: Die Nähe zu den Bergen und der damit verbundene Tourismus. Zudem liege zum Tourengehen gegenwärtig noch genug Schnee in den Bergen.

In Rosenheim wird auch ein Skiverleih angeboten: Circa 90 Prozent der Urlauber nutzen dieses Angebot und leihen regelmäßig Ski aus.

Franz-Josef Modlmair, Geschäftsführer der Intersport- Modlmair-Filiale in Neuötting, kann ebenfalls nicht über den Winter klagen: „Der war gut, vor allem im Dezember und im Januar hat das Geschäft floriert und wir sind so gut wie ausverkauft.“ Auch Modlmair habe bemerkt, dass der Trend in Richtung Skitouren geht. Allerdings werde die Ausrüstung überwiegend gekauft und nicht geliehen. Verleih biete er in seiner Filiale zwar an, jedoch leihen sich seiner Meinung nach die meisten Skifahrer die Ausrüstung direkt vor Ort aus.

Neben den Bikinis kann man auch weiterhin Skianzüge im Sortiment von Sport Fischbacher in Bad Aibling vorfinden. „Der frühe Winter hat sich sehr positiv auf die Verkaufszahlen ausgewirkt“, bilanziert Geschäftsleiter Christian Fischbacher und fügt hinzu: „Jetzt macht sich allerdings bemerkbar, dass der Winter vorbei ist, die Leute wollen endlich den Frühling.“

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