Miesbach – Lebhaft ging es laut dem Miesbacher Zuchtviehverband am jüngsten Großviehmarkt zu. Von den 32 zur Körung vorgestellten Jungstieren bekamen alle ein Gebot. Wenn es auch kein Stier in die Besamung schaffte, so waren die Verkäufer mit den erreichten Preisen zufrieden. Die Spanne lag zwischen 1550 und 2550 Euro, beim Gewicht zwischen 450 und 754 Kilo. Der teuerste Stier war ein reinerbig natürlich hornloser Mupfel-Sohn, der im heimischen Zuchtgebiet blieb. Immerhin zwölf Stiere kosteten über 2000 Euro, 15 Bummerl blieben im Verbandsgebiet. Der Durchschnittspreis betrug 1956 Euro.
Bei den Jungkühen war der Auftrieb mit 94 Tieren etwas zu knapp. Einige Kaufinteressenten konnten ihr Kontingent nicht ganz erfüllen. Am Ende kam mit 1711 Euro, bei 27,5 Kilo Milchleistung,der besteDurchschnittspreis in diesem Jahr heraus.
Die Bewertungskommission reihte eine Waldbrand-Tochter von Hans Meyr aus Egling in die seltene Wertklasse I ein. Sie ging, ebenso wie die mit 2150 Euro teuerste Jungkuh, in den Bayerischen Wald. Das Mindestgebot belief sich auf 1040 Euro für eine Kuh mit knapp 20 Kilo Milch, in der Spitze waren immerhin 16-mal über 2000 Euro zu berappen. Nur zwei Tiere erlösten unter 1300 Euro. Auch kleinere Mängel, wie etwas schlechtere Melkbarkeit oder Zitzenwarzen wurden von den Interessenten toleriert.
Auch die vier Mehrkalbskühe erreichten im Mittel 1655 Euro. Der außerbayerische Bedarf an Zuchttieren war diesmal etwas geringer. 23 Tiere überquerten die Landesgrenzen nach Holland, Südtirol und Niedersachsen, 50 blieben im Verbandsgebiet und 54 in Restbayern.
Einigkeit herrschte als Marktfazit darüber, dass auch beim nächsten Markt am 16. Mai ein möglichst großes Angebot bestehen sollte, um nach Möglichkeit alle Käuferwünsche erfüllen zu können. re