Rosenheim – Fahri Ünsaler begann seine Laufbahn 1989 als Gründer und Geschäftsführer von MediaLicht und führte von 2004 an MediaMarkt Rosenheim. Jetzt verabschiedet er sich in den Ruhestand. „Es fällt mir nicht leicht, mich von den vielen langjährigen Kunden zu trennen. Ich fand es toll, dass meine Mitarbeiter hinter mir gestanden sind.“
Was unterscheidet
Ihre Anfangszeit bei MediaMarkt von heute?
Als ich anfing, war das Internet ein großes Thema. Die Herausforderung bestand darin, das Onlinegeschäft neben dem stationären Handel aufzubauen. Die Veränderung bekamen auch meine Mitarbeiter zu spüren: Täglich standen Kunden im Laden, die sich aus dem Internet Bilder von Geräten ausgedruckt hatten, die sie sich ansehen oder kaufen wollten. Heute laufen Online- und stationärer Handel bei MediaMarkt erfolgreich nebeneinander und sind eng verzahnt. Zugleich haben wir uns in Rosenheim auf unsere Stärken als stationärer Händler besonnen, unter anderem mit viel persönlicher Beratung.
Sie haben viele elektronische Neuerungen erlebt. Was haben Sie besonders in Erinnerung?
Die technische Veränderung war ein ständiger Begleiter. Neben dem Internet war es zum Beispiel das WLAN, kabelloses Surfen oder die Möglichkeit, Musik zu streamen, der Übergang vom Röhrenfernseher zum Flachbildschirm. Ich erinnere mich an viele Gespräche mit Kunden, die mir immer sagten: So lange der alte Röhrenfernseher funktioniert, brauche ich doch kein neues Gerät! Aber die Qualität beim Sehen ist mittlerweile durch Ultra-HD eine ganz andere. Ein gutes Beispiel ist auch das Thema Gefrierschrank: Statt eines modernen, energieeffizienten Geräts hängen viele Menschen an 20 Jahre alten Stromfressern. Da war oft viel Überzeugungsarbeit zu leisten.
Als Geschäftsführer haben Sie viel Zeit im Laden verbracht. Wie wollen Sie künftig Ihre Freizeit genießen?
Die Familie kommt jetzt an erster Stelle. Ich habe zwei Enkel, mit denen ich mehr Zeit verbringen will. Wie es aussieht, habe ich aber gar nicht so viel Freizeit. Ich muss nämlich die vielen To-do-Zettel abarbeiten, die mir meine Frau seit Neuestem hinterlässt. sen