10. Symposium Logistik Innovativ 2018

Branche für Verkehr und Logistik trifft sich am Chiemsee

von Redaktion

Internationale Experten arbeiten an Lösungen für Alpentransit

Prien – Sie kommen aus Italien, Frankreich, Slowenien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz und freilich aus Bayern, die Verkehrsexperten der Alpenregionen, die gestern zum Start des zehnten „Symposium Logistik Innovativ“ nach Prien reisten. Initiiert wurde die Veranstaltung mit überregionalem Ruf vom Logistik Kompetenz Zentrum (LKZ), das auch der Gastgeber für die rund 200 Experten und Referenten ist.

Intensive Arbeit an runden Tischen

Internationale Branchenvertreter sind bis einschließlich heute Nachmittag intensiv damit befasst, Lösungen für eines der brennendsten europäischen Verkehrsprobleme, den Alpentransit, zu erarbeiten.

„Der alpenquerende Güterverkehr steht nach wie vor im Fokus der europäischen Verkehrspolitik. Kurzfristige Lösungen sind notwendig um die sensible Alpenregion vor den hohen Verkehrsbelastungen zu schützen“, so Karl Fischer, Leiter des veranstaltenden LKZ. Die Logistik sei zu Recht in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach Automobilwirtschaft und Handel. „Ein wesentlicher Treiber der Logistik ist die zunehmende Globalisierung“, so Fischer weiter, „vor allem politische Grenzen zwischen Ländern und den damit neu verbundenen Absatzmärkten sowie die Digitalisierung tragen zur hohen Bedeutung der Logistik in der Wirtschaft bei.“

Doch es dürfe nicht bei „autarken Insellösungen in einzelnen logistischen Teilbereichen“ bleiben. Die einzelnen Bereiche und deren Kompetenzen gehörten gebündelt, vernetzt und übergreifend zusammengebracht, wie man es im Rahmen des Symposiums mit der Praxis der runden Tische versuche: „So können vorhandene Potenziale entsprechend ausgeschöpft und neue innovative Denkmuster geschaffen werden.“

Das Symposium bindet die Dialog-Veranstaltung und die Halbzeit-Konferenz des europäischen Projekts „Alpine Innovation for Combined Transport (AlpInnoCT)“ ein. Im Projekt AlpInnoCT sind 15 Partner des Alpenraums zusammengeschlossen und befassen sich mit Lösungsansätzen zum Thema „Kombinierter Verkehr“. Gestern diskutierten Verkehrsexperten aus den europäischen Alpenregionen und Logistiker aus Wirtschaft und Wissenschaft an acht runden Tischen die derzeitigen Marktgegebenheiten. Grundlage für die Diskussion sind bereits erarbeitete Wünsche aus dem laufenden Verkehrsprojekt AlpInnoCT. Heute fließen die Wünsche aus dem gestrigen Dialog in die Pilotstrecke des Projekts ein, die von Triest in Italien bis ins Luxemburgische Bettembourg verläuft. Auf Grundlage des Konzeptes des ersten Tages wird wieder intensiv diskutiert.

Hochkarätig besetztes Podium im Schloss

Heute Abend erwartet die Teilnehmer der traditionelle Staatsempfang auf Herrenchiemsee, bei dem neben der Festrede von Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner eine Feier anlässlich „100 Jahre Freistaat Bayern“ und dem 20-jährigen Bestehen des LKZ auf dem Programm stehen.

Einer der Höhepunkte ist das Podium mit Johann Bögl (Max Bögl Firmengruppe), Roland Klement (Schmitz Cargobull AG). Mirko Pahl (TX Logistik AG), Dietolf Hämel (Gesundheitswelt Chiemgau AG) und Prof. Dr. Uwe Clausen (Fraunhofer Institut Materialfluss und Logistik). Über die Ergebnisse des Symposiums berichten wir ausführlich in der Freitagsausgabe. sen

Artikel 6 von 9