wirtschaftsbarometer rosenheim

Rückläufige Geschäftserwartungen

von Redaktion

Im Wirtschaftsbarometer beurteilen Rosenheimer Unternehmen ihre Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Der Saldo aus positiven und negativen Geschäftsbewertungen fiel im März gegenüber dem Vormonat um gut 13 Punkte. Dennoch schätzen die meisten befragten Rosenheimer Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut ein. Viele wollen investieren.

Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim ergaben einen spürbaren Rückgang der Geschäftserwartungen. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen fiel auf +7; vor einem Monat erreichte er noch +20,6. Die Aussichten sind somit nur noch als neutral zu interpretieren. Auch die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland waren leicht rückläufig und lagen bei +10,3 (-3,4).

Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage ist deutlich besser. Dieser Saldo, der im Rahmen einer monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Hochschule Rosenheim erhoben wird, erreichte sehr gute +45,1. Allerdings liegt auch dieser Wert unter dem des Vormonats (+54,1.). Der Wert des ifo-Institutes verbesserte sich dagegen leicht und erreichte +39,5. Er liegt damit aber unverändert unter dem für Rosenheim. In den aktuellen Fragen des Monats wurden, wie immer zum Quartalsende, die Planungen der Unternehmen des Stadt- und Landkreises Rosenheim in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und Investitionshöhe in den Mittelpunkt gerückt. Erfreulicherweise sind hier die reduzierten Geschäftserwartungen nicht spürbar. Fast unverändert zum Vorquartal wollen immer noch 30 Prozent der teilnehmenden Unternehmen innerhalb der nächsten zwölf Monate, mehr Personal einstellen. Im verarbeitenden Gewerbe sind es sogar 36 Prozent. Es planen lediglich vier Prozent aller Teilnehmer eine Reduktion der Mitarbeiteranzahl (im Vorquartal: sechs Prozent).

Jeder zweite Betrieb will investieren

Zugenommen hat der Anteil derjenigen Unternehmen, die ihre Investitionen ausweiten möchten. 38 Prozent der Unternehmen gaben dies in der aktuellen Umfrage an.

Betrachtet man die Branchen im Detail, ist im verarbeitenden Gewerbe mit jedem zweiten Unternehmen der Wille zur Ausweitung der Investitionen am höchsten. Im Dienstleistungssektor möchten mit nur sechs Prozent die wenigsten Unternehmen Investitionen kürzen. Im Einzelhandel halten sich diejenigen, die Investitionen ausweiten oder sogar reduzieren wollen (13 Prozent), mit je 25 Prozent die Waage.

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