Taufkirchen/Schwindegg – Im vollbesetzten Taufkirchener Bürgersaal stellten die Vorstandsmitglieder Heinrich Oberreitmeier, Josef Schmid und Gerhard Hilger bei der Vertreterversammlung der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen wieder positive Zahlen vor. So verzeichnete man 2017 eine Steigerung der Bilanzsumme und der Kundeneinlagen (siehe Infokasten). Das betreute Kundenvolumen habe man 2017 um 109 Millionen Euro erneut ausgeweitet. „Das ist ein Plus von 6,9 Prozent; der Landesdurchschnitt liegt bei 5,6 Prozent“, erläuterte Oberreitmeier den Ausbau der Marktposition. Aufgrund des Niedrigzinsniveaus rechnet man in der Zukunft mit einem Rückgang der Betriebsergebnisse. Gleichzeitig verändere sich das Kundenverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung deutlich.
Mit zeitgemäßen Anpassungen müsse der Vorstand „rechtzeitig die Weichen stellen, um Stärke und Stabilität der VR-Bank zu erhalten“. An die 13777 Mitglieder wird eine Dividende von drei Prozent, insgesamt 269000 Euro, ausgeschüttet. Für eine kontroverse Diskussion zwischen einigen Vertretern, Vorstand und Aufsichtsrat sorgte das Vorhaben der Bank, den bedienten Schalterservice der VR-Bank in Grüntegernbach sowie in Moosen/Vils und Obertaufkirchen zum jeweils zum 1. Juli zu schließen. Die vertrauten Kundenberater blieben dort aber vor Ort und man könne weiter Geld abheben, wie es hieß. Man rechtfertigt diesen Schritt mit dem „rasante Rückgang der Schalterposten“ bei der Gesamtbank in den vergangenen Jahren. In der Null-Zins-Phase könne es sich eine Bank nicht mehr leisten, zwölf Bankschalter von Montag bis Freitag geöffnet zu halten, so Oberreitmeier. Zudem habe sich das Kundenverhalten geändert: Es würden dort Bankgeschäfte erledigt, wo es Lebensmittel und Ärzte vor Ort gebe. tf