Altötting – Die Exportquote des Landkreises Altötting belief sich 2017 auf 46,8 Prozent, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Quote zwar geringfügig um 1,9 Punkte abgenommen, die Auslandsumsätze haben dafür aber 2017 um 5,4 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zugelegt. Bayernweit lag die Exportquote des verarbeitenden Gewerbes im vergangenen Jahr bei 53,2 Prozent, in Oberbayern bei 57,7 Prozent. Exportschlager waren Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Zu den wichtigsten Exportmärkten für den Freistaat zählten die USA, China und Österreich.
Altötting bleibt mit seinen Exportzahlen oberbayernweit auf Platz drei nach Stadt und Landkreis München. Das Bayerische Landesamt für Statistik hat für die Auswertung die Daten von 57 Unternehmen aus dem Kreis erfasst. Altötting als Industrie- und Wirtschaftsstandort profitiert dabei vor allem von der angesiedelten Chemiebranche – so unterhält etwa Wacker den größten Standort in Bayern in Burghausen. Dort befindet sich auch die Raffinerie von OMV Deutschland-Süd, während in Burgkirchen der Chemiepark Gendorf über 30 Unternehmen fasst. OVM verfügt in der Region über eine Jahreskapazität von knapp vier Millionen Tonnen Rohöl. Aus dem Chemiepark Gendorf stammen jährlich rund 1500 Produkte für Industriekunden und die eigene Entwicklung. sen/re