Geld verdienen mit der eigenen Ferienwohnung

Erfahrungswerte als Basis für den Preis

von Redaktion

Tipps vom Tourismusverband der Region Inn-Salzach für Privatvermieter

Altötting – Welchen Preis kann man für eine Ferienwohnung oder ein Privatzimmer vom Gast verlangen? Diese wohl zentralste und schwierigste Frage in der Unterkunftsvermietung stand bei einem Seminar des Tourismusverbands Inn-Salzach für Privatvermieter im Mittelpunkt. Der Verband hatte diese vor Kurzem mit den Tourismusorganisationen aus Mühldorf, Altötting, Burghausen und Waldkraiburg veranstaltet.

Als Referentin war Ursula Düsterhöft eingeladen. Sie gab den 22 Teilnehmern mit fundiertem Fachwissen und vielen Beispielen aus ihrer über 30-jährigen Hotelerfahrung Tipps zur Preisfindung für Privatvermieter und mehr mit auf den Weg. Sei das Preisniveau zu hoch, komme es womöglich zu einer niedrigen Nachfrage, während sich mit übertrieben niedrigen Preisen die entstehenden Kosten für den Vermieter nicht decken ließen. Grundlage für jede Preisfindung seien Zahlen und Erfahrungswerte wie Aufenthaltsdauer oder prozentuale saisonale Auslastung sowie eine genaue Zusammenstellung von fixen und variablen Kosten, auf denen aufbauend kalkuliert werden könne.

„Nicht zuletzt spielen Emotionen wie Image oder Bekanntheitsgrad, Positionierung wie Heuhotel oder Bikerpension, Zusatznutzen und Zusatzleistungen sowie spezielle Alleinstellungsmerkmale eine Rolle.“ Wie der Tourismusverband mitteilt, gibt es derzeit in der Region Inn-Salzach, welche die beiden Landkreise Mühldorf und Altötting umfasst, 125 Privatvermieter. Sie bieten Unterkünfte vom Haus über die Ferienwohnung bis zum Zimmer an. sen

Der Preis: Drei wichtige Fakten vom Tourismusverband

Carina Süß vom Tourismusverband Inn-Salzach hat den Workshop für Privatvermieter begleitet und zusammenfassend noch einmal drei wesentliche Preis-Tipps für Anbieter:

Höhe des Preises

Ein minimaler Preis ist der, bei dem nichts übrig bleibt. Er kann unseriös wirken – der Interessent fragt sich, wo der Haken beim Angebot ist. Schwierig: Einen schon veröffentlichten Niedrigpreis zu erhöhen. Das weckt beim Gast erhöhte Erwartungen. Leichter zu rechtfertigen: Einen höheren Preis reduzieren.

Preispolitik

Sie gehört wie Produkt-, Distributions- und Kommunikationspolitik zum Marketingmix. Im Gegensatz zu Betriebskonzept, Ausstattung oder Werbemaßnahmen kann mit Preisgestaltung kurzfristig auf Marktveränderungen reagiert werden.

Zusatzkosten

Sollten detailliert aufgezeigt werden: Etwa Garagenstellplatz, Frühstück, Waschmaschinennutzung oder Fahrradverleih. Am besten entscheidet der Gast, welche zusätzlichen Leistungen er in Anspruch nehmen und bezahlen will.

Artikel 2 von 7