Rosenheim – Vor Kurzem wurde offiziell bestätigt, dass die Rosenheimer Hochschule zum Start des Wintersemesters 2018/19 eine Technische Hochschule wird. Derzeit gibt es in Bayern 31 Fachhochschulen, von denen sich fünf Technische Hochschule nennen dürfen.
Um ihr neues Profil zu stärken, erhält die Hochschule eine Million Euro zusätzlich pro Jahr und weitere 68 Stellen – auch, um zukunftsweisende Themen verstärkt vorantreiben zu können. Das Studienangebot im technischen und gesundheitswissenschaftlichen Bereich wird ebenfalls ausgebaut. Auch aus Sicht der heimischen Wirtschaft ist diese Entwicklung ein Gewinn, wie Unternehmer Anton Kathrein herausstellt: „Die Hochschule Rosenheim zeichnet sich durch exzellente, praxisnahe Forschung und Lehre aus, die Aufwertung zur Technischen Hochschule belegt dies eindrucksvoll.“ Die Kathrein SE stehe der Hochschule seit vielen Jahren durch gemeinsame Projekte nahe. „Diese Zusammenarbeit wird nun auf eine neue Ebene gehoben. Davon profitieren wir auch als möglicher Arbeitgeber für künftige Absolventen der Technischen Hochschule Rosenheim.“ Beim hochschulnah orientierten Wirtschaftsverbund Seeoner Kreis e.V. freut man sich unter anderem auf die bevorstehenden Gründungen eines Forschungszentrums für innovative Materialien und eines Kompetenzzentrums für Gesundheit, so Vorstandsvorsitzender Franz Winterer. Im neuen Namen stecke auch „ein Qualitätsmoment, das die Attraktivität erhöht“. Das sei der Wirtschaft der Region „höchst willkommen“. Man sei sehr daran interessiert, „dass sich aus der Hochschule heraus kontinuierlich eine hohe Anzahl potenzieller Kandidaten für die offenen Stellen der Unternehmen qualifiziert.“ Diese würden in den nächsten Jahren durch den demografischen Wandel immer schwerer besetzt werden können.
Ein mit der Aufwertung verbundenes Promotionsrecht würde man sehr begrüßen: „Auf diesem Weg könnten viele anwendungsorientierte Probleme unserer Unternehmen gründlich erforscht und gegebenenfalls gelöst werden.“ Wenn dann noch die Doktoranden über den Promotionszeitraum an der Hochschule verblieben, stärke dies die Kompetenz insgesamt, die Problemlösungsfähigkeit der Hochschule nehme zu, „in der Folge profitiert die Wirtschaft der Region.“ sen