krones AG

Wachstumsziele für 2018 bestätigt

von Redaktion

Maschinenbauer meldet gutes erstes Halbjahr, trotz steigender Material- und Personalkosten – Rosenheim und Raubling „solide“

Neutraubling/Rosenheim – Die Produktivität im Krones- Werk am größten Standort Rosenheim konnte nach aktuellen Konzernangaben im ersten Halbjahr 2018 auf gewohnt solidem Niveau gehalten werden. „Damit leistet das Werk auch einen entsprechenden Beitrag zum Halbjahres-Umsatz des Unternehmens“, heißt es von Krones. Das laufende, zweite Halbjahr habe in Rosenheim auch wieder mit einer sehr guten Auftragslage begonnen.

Krones, führender Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, konnte im zweiten Quartal den leichten Umsatzrückgang des ersten Quartals aufholen. In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,77 Milliarden Euro um 0,9 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. Währungseffekte belasteten den Umsatz mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Insgesamt liegt der Umsatz nach den ersten sechs Monaten im Rahmen der Planungen. Im dritten Quartal dürfte sich das Wachstum beschleunigen, so Krones.

Keine Zuwächse beim Gewinn

Man ist zuversichtlich, das Wachstumsziel von sechs Prozent im Gesamtjahr 2018 zu erreichen. Eine solide Basis hierfür bieten der hohe Auftragseingang und Auftragsbestand des Unternehmens.

Der Auftragseingang stieg von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Ende Juni lag der Auftragsbestand mit 1,46 Milliarden Euro um 27,4 Prozent höher als im Vorjahr.

Die leicht verbesserten Umsätze konnte Krones im ersten Halbjahr nicht für Gewinnzuwächse nutzen. Verantwortlich hierfür waren hauptsächlich weiter anziehende Kosten für Material und Personal. Im gestiegenen Personalaufwand spiegeln sich die Tariferhöhungen wider, die im ersten Quartal auch zu einer einmalig höheren Dotierung der Rückstellungen führten. Von Januar bis Juni ging das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 112,7 Millionen Euro zurück. Die EBT-Marge verringerte sich in den ersten sechs Monaten 2018 von 6,8 Prozent im Vorjahr auf 6,3 Prozent. Im zweiten Quartal blieb die EBT-Marge im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 6,3 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Krones weiterhin mit einer EBT-Marge von sieben Prozent. Das Ergebnis nach Steuern fiel im Berichtszeitraum um 6,7 Prozent auf 76,9 Millionen Euro. Von 2,64 Euro im Vorjahr auf 2,45 Euro ging das Ergebnis je Aktie zurück.

Den Free Cashflow – frei verfügbare liquide Mittel – verbesserte Krones in den ersten sechs Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 103,3 Millionen Euro auf minus 56,2 Millionen Euro. Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz erhöhte sich auf 28,8 Prozent (Vorjahr: 26,3 Prozent). Aufgrund der soliden Zahlen für das erste Halbjahr und der weiterhin hohen Nachfrage nach den Produkten und Services des Unternehmens hält Krones an den Prognosen für das Wachstum und das Ergebnis für das Gesamtjahr 2018 fest.

Standorte im Ausland stabilisieren Krones

Krones strebt für 2018 im Konzern ein Umsatzwachstum von sechs Prozent an. Trotz Investitionen in die Digitalisierung und Anlaufkosten für den Ausbau der globalen Präsenz – besonders für den neuen Standort in Ungarn – soll die Ertragskraft von Krones stabil bleiben. Das Unternehmen prognostiziert, dass 2018 die ausgewiesene EBT-Marge bei sieben Prozent liegen wird. Die Prognose für das Gesamtjahr 2018 von 26 Prozent wird Krones nach eigener Aussage aber nicht erreichen. Das neue Ziel liegt bei 28 Prozent. re

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