Weiding/Töging – „Ich werde mich persönlich darum kümmern“, versprach Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) den Beschäftigten des Weidinger Nestlé-Labors, die ihn bei seinem jüngsten Besuch in Töging mit ihrer Lage konfrontierten. Ihre Arbeitsplätze sollen der Nestlé-Unternehmenspolitik zum Opfer fallen, wonach Einheiten, die unter die 18-Prozent-Gewinnzone geraten, geschlossen werden sollen (wir berichteten). Seehofer war Anfang August zu einer CSU-Kundgebung in den Landkreis Altötting gekommen. Dort warteten die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Oberbayern-Süd (NGG) und rund die Hälfte der insgesamt 85 Labormitarbeiter auf ihn. Sie trugen ihre Laborkittel und hielten Plakate mit der Aufschrift „Mensch statt Marge“. Offen ist noch, in welcher Form Seehofer sich in der Sache einsetzen wird. Das Bundesinnenministerium bestätigte den OVB-Heimatzeitungen auf Nachfrage die Absichten Seehofers mit dem Hinweis, dieser werde „sicher den Kontakt zur Firmenleitung suchen.“ Auch der Mühldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch setzt sich für die Mitarbeiter ein.sen