NGG-Kritik

Befristungen sind „Unsitte“

von Redaktion

Rosenheim – In der Stadt Rosenheim haben laut Arbeitsagentur rund 330 Neu-Azubis eine Lehrstelle ergattert. Damit die Karriere nach der Abschlussprüfung weitergeht, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bessere Job-Perspektiven für Berufseinsteiger. Eine große Hürde nach der Ausbildung sei jedoch der Trend zur Befristung. Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern, spricht von einer „Unternehmer-Unsitte“: Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur so stark auf Befristungen setzten. „Wer als Job-Starter eine Familie gründen oder einen Kredit für die Wohnungseinrichtung bekommen will, der braucht einen sicheren Arbeitsplatz und keinen Zitter-Vertrag“, so Schneider. Befristungen sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein, schließlich gewinne man die Spezialisten von morgen nur mit guten Löhnen, attraktiven Arbeitsbedingungen und klaren Karriereperspektiven.

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