Miesbach –Bei einem Gesamtauftrieb von 612 Stück gingen die Preise Mitte August nach Auskunft des Zuchtverbandes Miesbach, leicht zurück. Die Dürre und Futterknappheit in weiten Teilen Deutschlands wirken sich spürbar auf die Kälberpreise aus.
6,87 Euro konnten im Vorjahr je Kilo Lebendgewicht ausbezahlt werden. Diese Woche waren es bei den 474 Stierkälbern zur Mast gerade einmal 5,60 Euro, bei einem Durchschnittsgewicht von 84 Kilo. Im Schnitt erhielten Züchter damit pro Tier einen Preis von 470 Euro.
Von 140 bis 615 Euro reichte dabei die Schwankungsbreite der Preise. Die drei häufigsten Gewichtsklassen waren 71 bis 80 Kilo, 81 bis 90 Kilo und 91 bis 100 Kilo.
Auch Spitzenkälber unter den Tieren
In diesen Klassen wurden insgesamt 424 Tiere oder 89 Prozent des Auftriebs erzielten Kilopreise von 5,87 Euro, 5,61 Euro und 5,43 Euro. Im Durchschnitt brachten die Jungtiere Preise von 446 Euro, 477 Euro und 516 Euro je Exemplar in den drei gefragtesten Gewichtsklassen. Auch Ausnahmen bestätigen die Regel, und so konnten trotz Abzüge wegen Trockenheit und Hitze sogar absolute Spitzenkälber abgegeben werden, für die bis über 6,20 Euro je Kilo ausbezahlt werden konnten.
Wüchsige, nicht zu alte und reinrassige Fleckviehkälber sind nach wie vor gesucht, so der Zuchtverband. Bei Kälbern mit weniger überzeugender Qualität und Kreuzungstieren mit Milchrassen schlägt allerdings der Preisrückgang voll durch, wie der Verband weiter meldet. Die Mitte August in Miesbach insgesamt 137 aufgetriebenen Kuhkälber hielten sich auf niedrigem Niveau. Die 41 Zuchtkuhkälber mit 83 Kilo Lebendgewicht brachten 3,45 Euro je Kilo. Bei den 97 Mastkuhkälbern (79 Kilo) kamen 3,35 Euro als mittlerer Kilopreis zustande. Die Stückpreise beliefen sich auf 286 beziehungsweise auf 265 Euro, bei einer Spanne von 100 bis 400 Euro. 64 Prozent der Tiere gingen mit ihren Käufern nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, das restliche Drittel blieb in Bayern und im Verbandsgebiet. re