Mühldorf/Rosenheim – Mitte Juli nahm das KoBo34-Konsortium mit einer zweitägigen Einführungs-Veranstaltung am Campus Mühldorf der Hochschule Rosenheim seine Arbeit auf. Das Projekt KoBo34 wurde initiiert, um Assistenzrobotik für ältere Menschen zu entwickeln und zu testen.
KoBo34 wird außer von der Hochschule Rosenheim getragen von weiteren Spezialisten auf dem Gebiet der Robotik und Künstlichen Intelligenz: Mit dabei sind die Münchner Robotik-Firma Franka Emika unter der Leitung von Dr. Simon Haddadin, die Spezialisten für Maschinelles Lernen des Center for Cognitive Sciences der TU Darmstadt (Prof. Jan Peters und Prof. Constatin Rothkopf) und Robotikspezialisten der TU München. Die Hochschule Rosenheim verantwortet in dem Projekt unter der Leitung des Pflegewissenschaftlers Prof. Martin Müller die Evaluation und Nutzereinbindung. Das geplante Einsatzgebiet des Vorhabens ist die Geriatronik, also der Einsatz von Technologie für Menschen im höheren Lebensalter. Ziel ist es, Fähigkeiten und Fertigkeiten für einen humanoiden kooperativen Assistenzroboter zu entwickeln, der ältere Menschen im Alltag unterstützt und dadurch Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich vermeidet. Der Alltag soll so lang wie möglich selbstständig bewältigt werden können. In der dreijährigen Projektarbeit soll der humanoide zweiarmige Roboter KoBo mit der Fähigkeit zur intuitiven Interaktion mit dem Menschen ausgestattet werden. Der Fokus der Forschungsarbeit liegt auf der physischen Interaktion zwischen Mensch und Roboter und dem Erlernen von Fertigkeiten durch diesen Kommunikationskanal, beispielsweise durch das Führen oder Vormachen. Ein intelligentes und für den Nutzer nachvollziehbares Handeln des Roboters soll die Akzeptanz bei den Anwendern stärken und dazu führen, dass humanoide Roboter als nützliche Werkzeuge Einzug in den Alltag älterer Menschen halten können. re