Miesbach – Nach Mitteilung des Zuchtverbandes Miesbach geht es bei den Zuchtviehpreisen derzeit fast wie auf dem Oktoberfest auf und ab. Nach einer Preiskorrektur nach unten vor Monatsfrist legten die Erlöse am jüngsten Markt vom 26. September in allen Kategorien kräftig zu. Insbesondere in Norddeutschland und in anderen EU-Staaten war das Interesse an Miesbacher Fleckvieh sehr groß, sodass 58 Zuchttiere dorthin verkauft werden konnten. Schon bei den 20 aufgetriebenen Jungstieren ergab sich ein flotter Versteigerungsverlauf.
Jungkühe waren bei Käufern begehrt
Alle wurden zu Preisen zwischen 1450 und 2350 Euro in den Natursprung abgesetzt, der Schnitt lag bei 1898 Euro. Die beiden mit 2350 Euro teuersten Stiere kamen vom Aufzüchter Anton Dauer und werden in Zukunft in Betrieben in Niederbayern und in Nordrhein-Westfalen ihre Dienste tun. Es handelt sich dabei um Söhne der Stiere „Herzschlag“ und „Mandrin“. Für die fünf von der Körkommission um Zuchtleiter Franz Gasteiger in Wertklasse I eingereihten Stiere mussten durchschnittlich 2200 Euro bezahlt werden.
Heiß begehrt waren die 114 verkauften Jungkühe. Mit einem Durchschnittspreis von 1706 Euro lag man um mehr als 130 Euro über dem Vormarkt. Lediglich vier Tiere, ausnahmslos wegen Euterproblemen, wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. 26,8 Kilo war die mittlere Tagesmilchmenge, bei 19,5 und 36 Kilo lagen die Extreme. 20 Jungkühe kosteten über 2000 Euro, während nur achtmal die 1300 Euro verfehlt wurden. Die neun Spitzenjungkühe erlösten im Mittel 2022 Euro. Am teuersten waren dabei mit 2450 eine Rureif-Tochter aus dem Rosenheimer Zuchtgebiet und mit 2350 Euro eine Helderberg-Tochter aus Gaißach. Beide gingen in verschiedene Betriebe in Steingaden. Mit zehn verkauften Biotieren (Schnitt: 1567 Euro) war der Bedarf nicht gedeckt. 1967 Euro brachten die drei Zweitkalbskühe ihren Besitzern ein, bei einer Tagesleistung von 36 Kilo Milch. 28 Tiere blieben im Verbandsgebiet, 51 im restlichen Bayern. Sieben Stiere und 26 Jungkühe fanden den Weg nach NRW und Niedersachsen, vier Stiere und 21 Jungkühe wurden nach Holland, Belgien und Südtirol transportiert. Nächster Markt: 17. Oktober. re