Rosenheim – Anfang Oktober lief die Bewerbungsfrist für den Rosenheimer Gründerpreis aus; die Teilnehmer feilen aktuell mit Wirtschafts-Experten aus der Region an ihren individuellen Business-Plänen. Bettina Moser, Wirtschaftsförderstelle beim LRA Rosenheim, gibt Auskunft zum Stand der Dinge.
Wie viele regionale Existenzgründer haben ihre Bewerbung eingereicht?
Bei der Preisverleihung im vergangenen Jahr hatten wir etwa 50 Einreichungen, von welchen dann 20 ihren Business-Plan zur Beurteilung eingereicht haben. Heuer sind es rund 35 Bewerbungen. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.
Welche Branchen sind unter den Teilnehmern vertreten? Gibt es Schwerpunkte?
Ein leichter Schwerpunkt liegt im Bereich der Digitalisierung, aber grundsätzlich sind die Branchen bunt gemischt: vom Schreiner über einen Hauswirtschaftsbetrieb, einem App-Entwickler bis hin zur Gründung eines stationären Ladengeschäfts ist alles dabei.
Sind unter den Konzepten „Exoten“ dabei, die sich dem Wettbewerb stellen? Oder Wiederholungstäter, die es bisher nicht in die Endrunde geschafft haben?
Bereits zum dritten Mal haben sich Schüler der Pauline-Thoma-Mittelschule aus Kolbermoor beworben. Gestaltet als Projektwoche im Rahmen des NFTE-Programms (NFTE steht für „Teaching Entrepreneurship“, Anm. d. Red.) lernen die Schüler, Gründer zu werden. Sie entwickeln Produktideen, Marketing- und Verkaufsunterlagen und vieles mehr. Ein bis zwei Projektteilnehmer reichen ihre Business-Pläne dann bei uns ein. Ansonsten wissen wir von zwei bis drei extrem innovativen Konzepten, deren Behandlung auf Wunsch der Bewerber jedoch der Geheimhaltung unterliegen.
Wie sehen die nächsten Schritte aus?
Kürzlich fand der erste Workshop statt, acht weitere werden in den kommenden Wochen stattfinden. Es entsteht ein interessantes Netzwerk aus Bewerbern, Referenten und Wirtschaftsförderung. Der letzte Workshop am 3. Dezember bringt den „Feinschliff“. Die schriftliche Einreichung erfolgt nach dem letzten Workshop, Anfang 2019 haben alle Bewerber dann die Gelegenheit, vor der Jury zu pitchen. Preisverleihung ist im Frühjahr 2019. Interview: Georg Kling