LEDs für mehr Licht und Atmosphäre

von Redaktion

Wie können Städte und Kommunen die neuen LED-Lichttechnologien für sich nutzen? Mit der intelligenten Lösung dieser Frage hat die Laternix GmbH aus Traunstein vor Kurzem den zweiten Platz beim Meggle-Gründerpreis belegt.

Traunstein – Geschäftsführer Michael Härtl war vor der Gründung der Laternix GmbH im Sommer 2013 als Entwicklungschef in der Geschäftsleitung von Siteco in Traunreut tätig, seinerzeit eine der weltweit führenden Innovationsschmieden für Leuchten und Lichtlösungen.

Auf seine Initiative hin entstanden zahlreiche erfolgreiche Produktneuheiten. Den Wandel zur LED-Technologie hat er maßgeblich mit vorangetrieben.

Mit der Übernahme durch den Osram-Konzern richtete sich Siteco neu aus und Härtl entwickelte mit der von ihm gegründeten Laternix GmbH in Eigenregie neue Lichtlösungen für den durch die LED-Technologie revolutionierten Markt. Mittlerweile hat das Unternehmen sieben Mitarbeiter. Den Kernpunkt der Aktivitäten sieht Geschäftsführer Härtl in der „Entwicklung, Industrialisierung und Vermarktung von innovativen Produkten für die energetische Sanierung von Außenleuchten durch deren Umrüstung auf LED-Technologie“.

Mit LEDs 80 Prozent der Kosten sparen

Zugute kommt Laternix dabei, dass speziell Städte und Kommunen aus Umweltschutz- und Energiespargründen schrittweise ihre Ortsbeleuchtungen auf LED umrüsten. Als Alternative zu Massenerzeugnissen aus Fernost bietet das Traunsteiner Unternehmen ganzheitliche, langlebige und individuell maßgeschneiderte Beleuchtungssysteme an. Diese fertigt das Unternehmen, unter anderem mit einem zertifizierten Partner in Traunstein.

Dank intelligenter Konstruktion „nach dem Baukastenprinzip“ und der Möglichkeit zu Reparatur oder Erneuerung der eingesetzten Leuchtmittel wird der Materialeinsatz optimiert „und so der Anfall von Elektroschrott weitgehend vermieden“, wie Härtl schildert. Einsparungen bis zu 80 Prozent ermögliche die Technologie.

So sehr die Nutzer der Technologie damit auch sparen können: Die Entwicklung neuer Produkte ist bei Laternix eine der kostenintensivsten Angelegenheiten. Ein mittlerer, fünfstelliger Betrag kann pro Produkt unterm Strich anfallen – wobei hier zum Beispiel ins Gewicht fällt, dass viele Teile extra konstruiert werden müssen und spezielle Werkzeuge eigens dafür hergestellt werden. Das Preisgeld des Gründerpreises in Höhe von 15000 Euro fließt, wie es aus dem Unternehmen heißt, in die Entwicklung.

Beim Rundgang in der Produktion, vorbei an großen Regalen mit Einzelteilen und Baugruppen sowie an den Arbeitsplätzen für Montage und Prüfung, erläutert der Gründer, worauf es aus seiner Sicht bei Leuchten im öffentlichen Raum ankommt: „Das Licht soll nur die Bereiche, die wichtig sind, hell genug ausleuchten, blendfrei sein und die Erkennbarkeit verbessern. Ebenso soll es durch die richtige Farbtemperatur Atmosphäre schaffen und unnötige Umwelteinwirkungen durch Lichtverschmutzung vermeiden.“ Statt klar definierte Helligkeitsberei-che zu schaffen oder Akzente zu setzen, präge jedoch nicht selten eine diffuse „Lichtsoße“ Straßen und öffentliche Plätze.

Vielfältige

Kundenstruktur

Wie intelligente Lichtlösungen aussehen, erläutert Härtl Kunden bei Rundgängen auf dem Traunsteiner Stadtplatz. Dort lassen sich die Lichtfarbe und -wirkung bestimmter Leuchten per App steuern. Als Planungspartner, Hersteller und Lieferant serienmäßiger sowie individuell konfektionierter Komponenten und Baugruppen zählt Laternix Städte, Gemeinden, Energieversorger, Elektroinstallateure und Planungsbüros sowie Leuchtenhersteller zu ihren Kunden. Dank zusätzlicher, flexibel einsetzbarer Mitarbeiter, industriell ausgelegter Fertigung und überregionaler Vertriebsorientierung ist man „guten Mutes“, künftig eine wachsende Zahl von Entscheidern mit innovativen Lichtlösungen überzeugen zu können.

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