Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Bayerische Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes investierten im Jahr 2017 rund 14,1 Milliarden Euro und damit so viel wie noch nie, teilt das Statistische Landesamt Bayern mit. Im Vorjahr waren es 166 Millionen Euro weniger. Investiert wurde vor allem in Ausrüstungsgüter wie Maschinen und maschinelle Anlagen sowie Güter für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei Immobilien waren die Investitionen dagegen rückläufig. Die Kraftfahrzeugbranche war insgesamt am investitionsfreudigsten.
Die neuesten Zahlen für den Raum Südostoberbayern stammen aus 2016 und zeigen, dass dort insgesamt mehr als 840 Millionen Euro in Sachanlagen investiert wurde. Von 464 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes haben 398 überhaupt investiert.
In der Kreisfreien Stadt Rosenheim steckten 24 Betriebe rund 29 Millionen Euro unter anderem in neue Maschinen oder Ausstattung – gut zehn Millionen Euro mehr als noch 2015. Im Landkreis Rosenheim waren es 122 Unternehmen, die 2016 insgesamt 168,9 Millionen Euro ausgaben (2015: 152,7 Millionen Euro). Der gesamte Umsatz lag dabei bei 3,9 Milliarden Euro, der sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht verbessert hat.
Im Nachbarlandkreis Mühldorf steckten 72 von 86 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes 2016 rund 109 Millionen Euro in Sachanlagen.
Im Jahr zuvor waren es 95,7 Millionen Euro bei einem Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. 2016 lag der Mühldorfer Branchen-Umsatz mit 2,6 Milliarden Euro nur knapp über dem Vorjahresergebnis.
Ein Blick auf den Landkreis Traunstein zeigt: Auch hier gab es nur ein leichtes Umsatzwachstum (2015: 5,1 Milliarden Euro, 2016: 5,2 Milliarden Euro) bei weniger Investitionen. Gaben die Betriebe in Traunstein 2015 insgesamt 218 Millionen Euro für Sachanlagen aus, waren es 2016 zwölf Millionen Euro weniger. re/se