München/Traunstein – Staatsministerin Michaela Kaniber und der Präsident des bayerischen Schreinerhandwerks, Konrad Steininger, haben auf der „Heim & Handwerk“ in München 13 bayerische Innungsschreiner für ihre herausragenden Leistungen beim diesjährigen „Wettbewerb Holz“ ausgezeichnet. Darunter befindet sich auch der Traunsteiner Schreiner Joachim Bederke. Er fertigte ein beleuchtetes Regal in Kopfform zum Thema „Spannung“. Die OVB-Heimatzeitungen haben mit ihm über seinen Schwerpunkt, das ökologische Schreinern, gesprochen.
Waren Sie schon immer ökologisch orientiert?
Als ich vor 35 Jahren anfing, habe ich bereits mit Massivholz gearbeitet und einen ökologischen Ansatz verfolgt. Dabei habe ich mich auf Oberflächenbehandlung mit natürlichen Mitteln und die Verwendung von Naturfarben spezialisiert. Gerade in den eigenen vier Wänden finde ich das sehr wichtig. Massivholz ist ein lebendiger Werkstoff und hat viele positive Eigenschaften. So hilft es etwa bei der Feuchtigkeitsregulierung von Räumen und steigert das Wohlempfinden der Bewohner.
Kosten Stücke vom Öko- Schreiner mehr als herkömmliche Produkte?
Das ist ein Klischee. Andere Produkte kosten letztlich genauso viel. Ökologische Materialien sind zwar teurer, aber die Haltbarkeit der daraus gefertigten Produkte ist um ein Vielfaches höher. Auf lange Sicht sind nachhaltige Produkte also nicht teurer, aber besser für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen, die damit in Kontakt kommen.
Wie können Sie sich gegen die konventionelle Konkurrenz durchsetzen?
Jeder hat zu kämpfen, auch ich. Vor allem, weil die Leute immer mehr auf den Geldbeutel schauen. Mit der Zeit ist der Markt für ökologische Produkte aber größer geworden, weil das Interesse für Nützlichkeit wächst. Durch den Klimawandel werden Kunden gezwungen sein, nachhaltige Produkte zu kaufen. Denn die Ressourcen unseres Planeten sind begrenzt. sr