Rosenheim/ Landkreis – Gut besucht war die „Lange Nacht der Weiterbildung“, die jüngst an der Technischen Hochschule in Rosenheim stattfand. Vor allem Studenten und junge Berufstätige waren an diesem Abend, der bis 22 Uhr dauerte, gekommen, um sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Weiterbildung zu informieren.
Zahlreiche hochkarätige Firmen, Einrichtungen und Verbände wie die Brückner Group, Kiefel Technologies, die IHK für München und Oberbayern, die Handwerkskammer, die Arbeitsagentur oder das Romed-Klinikum und Medical Park waren mit eigenen Ständen in der Technischen Hochschule vertreten.
In Workshops wurde über die Chancen diskutiert, was Weiterbildung dem einzelnen bringen und wo er sich informieren kann. Gleichzeitig wurde aber auch angesprochen, wie hart und steinig so mancher Weiterbildungs-Weg sein kann.
Intensiv und kurzweilig sprachen darüber im Rahmen einer Podiumsdiskussion „Studium oder Beruf? Akademikerüberschuss gegen Fachkräftemangel“ die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, der stellvertretende Landrat Josef Huber, Dr. Stefan Loibl, Geschäftsführer der Akademie der IHK für München und Oberbayern sowie der Kanzler der Technischen Hochschule, Oliver Heller, und Stefan Reining, Geschäftsführer des OVB-Medienhauses. Ihr gemeinsames Fazit: Weiterbildung lohnt immer – egal, ob ein kleines Zertifikat oder ein Master-Abschluss als Lohn winkt. Und auch das Alter spiele nicht mehr die alles entscheidende Rolle. „Heute ist die größte Motivation, dass Arbeit und persönliche Lebenssituation miteinander harmonieren“, so Loibl von der IHK-Akademie. Und diese Motivation sei altersunabhängig. Weiterbildung sei zwar meist das „Ticket zum Aufstieg“, doch werde Karriere im Gegensatz zu früheren Generationen nicht mehr um jeden Preis angestrebt.
Und dass es eine Karriere nach der Karriere gibt, verriet zum Schluss die Oberbürgermeisterin: Sie möchte nach Ende ihrer Amtszeit Philosophie studieren. „Man darf nie einrosten“, meinte sie dazu.ske