Rosenheim – Steht ein Unternehmen zum Verkauf, ist der alte Eigentümer selten daran interessiert, noch größere Investitionen vorzunehmen. Bei der zu veräußernden Metro-Tochter Real scheint das für viele Filialen der Fall zu sein. So gehört auch das mehrere Hundert Autos fassende Parkdeck des Rosenheimer Real-Marktes dringend saniert, ansonsten drohen Probleme mit der Statik. Ein Verdi-Sprecher äußerte in diesem Kontext gegenüber den OVB-Heimatzeitungen die Sorge, hier könnte es sich um einen „Investitionsstau“ handeln, der im Vorfeld des Verkaufs von Real nicht aufgelöst würde, denn geschätzt kämen einige 100000 Euro an Kosten auf Real zu. Nun kommt aus der Real-Zentrale in Düsseldorf Entwarnung: Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte Sprecher Markus Jablonski, dass Real am Parkdeck im kommenden Jahr Sanierungsarbeiten vornimmt. „Dazu finden derzeit die entsprechenden Planungen statt.“ Einen konkreten Zeitplan gebe es noch nicht. Der Verdi-Sprecher verwies auf einen ähnlichen Fall in München, wo Behörden das sanierungsbedürftige Parkdeck eines Real-Marktes wegen Statikproblemen schlossen. Mangels Parkmöglichkeiten schloss auch der gesamte Markt, „obwohl er einer der erfolgreichsten der Kette war.“ Auch den Rosenheimer Markt hält man bei Verdi für profitabel. Bis jetzt hat Metro für Real noch keinen Käufer bekannt gegeben. Im Zuge der Verkaufspläne wurden bereits Pläne über einzelne Filialschließungen bekannt, etwa in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen bestätigte dies bisher nicht. sen