Guter Zuchtvieh-Absatz im Dezember

von Redaktion

Großteil der ersteigerten Tiere verbleibt in Bayern

Traunstein – Zahlreiche Marktbesucher fanden sich zur Großviehversteigerung des Rinderzuchtverbands Traunstein ein. Dieser meldet einen sehr guten Dezember-Markt für die Marktbeschicker. Die fünf angebotenen Zuchtstiere konnten für durchschnittlich 2100 Euro in den Natursprung verkauft werden. Die zehn Zweitkalbskühe erhielten bei rund 1740 Euro den Zuschlag. Der mittlere Erlös für die 70 verkauften Jungkühe lag bei 1729 Euro.

Hornlose Tiere immer stärker gefragt

Im Vergleich zum Vorjahresmarkt konnte der Verkauf um 37 Zuchttiere gesteigert werden. Hohe Auftriebszahlen konnte auch der Kälbermarkt am Vortag aufweisen, wo über 900 Kälber verkauft wurden. Bei der schwierigen Marktlage im Kälberbereich sei es sinnvoll, weibliche und männliche Kälber im Gewichtsbereich von 80 bis 100 Kilo anzubieten und die Kälber zu enthornen, so der Zuchtverband.

Für die 733 männlichen Mastkälber lag der Auszahlungspreis bei 400 Euro, weibliche Zucht- und Mastkälber sind für durchschnittlich 230 Euro zu kaufen. Für 2450 Euro wechselte der teuerste Stier in den Natursprung. Christian Niederbuchner konnte einen hoch vorgeschätzten Imperativ-Sohn zum Verkauf anbieten. Ein heterozygot hornlos vererbender Stier mit einem Gesamtzuchtwert von 130 und einen Milchwert von 124 wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen.

Teils hochpreisige Kühe in Wertklasse I

Bei dem breiten Angebot entscheiden jedoch inzwischen leichte Schwächen in einem Einzelzuchtwert über den Einsatz in einer Besamungsstation, teilt der Verband mit. Doch auch die weiteren Zuchtstiere wurden rege nachgefragt, sodass der Besitzerwechsel erst bei Versteigerungspreisen zwischen 1900 und 2100 Euro erfolgte.

Für die vier Jungkühe der Wertklasse I erfolgte der Zuschlag bei im Mittel 2463 Euro. Gutes Exterieur, 32,4 Kilogramm Milch und eine gute Melkbarkeit von 2,6 Kilo Milch pro Minute waren für die hohen Preise ausschlaggebend. Den Spitzenpreis der Wertklasse I von 2850 Euro erzielte Andreas Stangassinger aus Bischofswiesen für eine Samland-Tochter. Sehr hochpreisig mit 2650 Euro wurde auch die zweite Jungkuh der Wertklasse I gehandelt, die Johann Breu aus der Gemeinde Brannenburg zum Verkauf anbot.

Bei weiteren zwölf Jungkühen schlug Versteigerer Richard Siglreitmaier bei Preisen von 2000 bis 2200 Euro zu. Elf Jungkühe wurden zwischen 1800 und 1950 Euro versteigert. Elf Verkäufer mussten sich mit weniger als 1500 Euro Versteigerungspreis zufriedengeben. Ausschlaggebend waren hier vor allem geringere Milchleistungen. „Die Preise liegen trotzdem noch deutlich über den Schlachtkuhpreisen“, so der Zuchtverband. 28 Prozent der Zuchttiere blieben im eigenen Gebiet. Ein Stier, fünf Kühe und 23 Jungkühe ersteigerten bayerische Käufer, was in etwa 33 Prozent der Zuchttiere entspricht. Zwei Stiere, drei Kühe und 28 Jungkühe wechseln nach Norddeutschland und in die Niederlande.

Der nächste Kälbermarkt findet am Donnerstag, 27. Dezember, statt. Der erste Großviehmarkt im Jahr 2019 ist am 17. Januar. re

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