Miesbach –Das Schneechaos vergangene Woche brachte einen sehr kurzen, mit wenig Kälbern bestückten Kälbermarkt mit sich, berichtet der Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
Es waren nur die Hälfte der üblich aufgetriebenen Menge an Kälber bei der Versteigerung am vergangenen Donnerstag in der Miesbacher Oberlandhalle. 336 Tiere wurden insgesamt verkauft, davon waren 276 Stierkälber, 36 Kuhkälber zur Weiternutzung und 24 weibliche Zuchtkälber.
Für die Stierkälber wurden im Durchschnitt folgende Kilopreise bezahlt: In der Kategorie 70 bis 80 Kilo waren es 5,09 Euro; für 80 bis 90 Kilo bekamen die Züchter noch 5,21 Euro und bei einem Gewicht von 90 bis 100 Kilo waren es 5,27 Euro je Kilo.
Die Spitzenkälber wurden um die sechs Euro gehandelt. Für die hornlosen Kälber – hierzu zählen sowohl enthornte Kälber, als auch natürlich hornlose Kälber, wie der Zuchtverband betont, – bezahlten die Käufer gut 25 Euro mehr pro Kalb. Da nun auch in Norddeutschland behornte Kälber immer schlechter unterzubringen sind, steigt der Bedarf an hornlosen Kälbern stetig an.
Bei den Kuhkälbern zur Weiternutzung notierte man 2,66 Euro für ein Lebendgewicht von 70 bis 80 Kilo; 2,83 Euro für ein Kalb mit 80 bis 90 Kilo und 2,75 Euro für 90 bis 100 kg schwere Kälber.
Für ein Kuhkalb zur Zucht wurden im Durchschnitt 242 Euro bezahlt, das gibt einen Kilopreis von 2,84 Euro.
Am morgigen Mittwoch, 16. Januar, findet in Miesbach wieder der erste Zuchtviehmarkt des Jahres statt. Im Katalog sind 20 Stiere, 211 Jungkühe sowie drei Mehrkalbskühe und eine Kalbin gemeldet. Die Versteigerung beginnt wie gewohnt um 11.30 Uhr. re