Burgkirchen – Vor 18 Jahren wurde die IT-Schule BIT in Gendorf als Antwort auf den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im IT-Bereich gegründet. Zwei Jahre dauert zum Beispiel die bundesweit anerkannte, Vollzeitausbildung zum Technischen Assistenten für Informatik (TAI). Hardware, Datenbanken, Betriebssysteme Netzwerktechnik, IT-Sicherheit stehen auf dem Lehrplan, wie Jörg Wanders, Leiter der IT-Schule, erklärt.
Das Interesse an der sehr praxisnahen Ausbildung sei hoch: „Seit 2018 können regionale Firmen in Kooperation mit der IT-Schule für begabte Schüler ein Stipendium übernehmen“, so Wanders. Die Absolventen der BIT sind außerdem auf ein IT-Studium vorbereitet. Mit der Kombination aus Ausbildung und Studium gehören sie laut Wanders zu den gefragtesten Fachkräften im IT-Bereich. Auch IT-Sicherheit nimmt einen großen Stellenwert in der Ausbildung ein. Dr. Hubert Baier, Fachdozent für Netzwerktechnik an der BIT, weiß, wie wichtig das Thema Schutz vor Cybercrime und Datenklau den Unternehmen ist. „Da Sicherheitslücken sowohl in der Software, in der Netzwerktechnik als auch in den Betriebssystemen stecken, ist IT-Sicherheit in jedem Schulfach präsent“, so Baier im OVB-Gespräch.
Unternehmen sollten mittlerweile sensibilisiert sein für IT-Sicherheit. Wie schnell ist so ein IT-System in Gefahr?
Werden zum Beispiel Betriebssysteme mit Standardeinstellungen installiert, öffnen sich meist eine ganze Reihe mehr oder weniger großer Einfallstore. Schwachstellen können zudem bei der Programmierung entstehen, beim Erstellen von Datenbanken und beim Aufbau und Einrichten von Netzwerken. Sicherheit hört auch bei der Hardware nicht auf.
Wie gefährdet ist die Netzwerktechnik?
Jedes noch so kleine Netzwerk ist heute mit dem Internet verbunden, sei es über interne Netzwerkinfrastruktur oder externe Verbindungen mit mobilen Geräten und Cloud-Services. Dritte, ob in guter oder böser Absicht, können hier von jedem Ort der Welt aus nach Zugängen suchen. Angriffe werden gestartet von sogenannten Script-Kiddies, also Jugendlichen, die ohne große IT-Kenntnisse Skriptdateien nutzen, bis hin zu professionellen Hackern, die zielgerichtet in Computersysteme eindringen. Netzwerktechnik ist ein eigenes Fach an der IT-Schule.
Können sich die Absolventen auf IT-Sicherheit spezialisieren?
„Der Technische Assistent für Informatik kann sich in jede IT-Fachrichtung weiterentwickeln. Etwa zum Staatlich geprüften Informatiktechniker. Hier ist IT-Sicherheit ein eigenständiger Schwerpunkt. Ein berufsbegleitender Kurs beginnt zum Beispiel im September. re/sen