Rosenheim – Nahrungsmittel da anpflanzen, wo auch die Menschen leben, die sie auch verzehren: Die Ursprungsidee der Rosenheimer „Stadtpflanzen“ war der Anbau essbarer Pflanzen in urbaner Umgebung. Ist es auch heute noch, wie Anja Frohwitter sagt. Sie hat die „Stadtpflanzen“ gemeinsam mit Sven Seynsche 2017 gegründet. Drum herum ist ein Geschäftsmodell entstanden, das essbare Pflanzen, Setzlinge und Pflanzzubehör vertreibt sowie Schulungen und Beratung für private Interessenten und Unternehmen anbietet. Dieses Geschäftsmodell, gestützt durch wissenschaftliche Forschung von der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, wollen die Gründer nun auf breitere Füße stellen. Sie sind immer auf der Suche nach Menschen, die Flächen zum Anbau essbarer Pflanzen in der Stadt zur Verfügung haben, oder die solche Flächen selbst bewirtschaften wollen. „Fläche heißt nicht unbedingt Bodenfläche –es kann auch ein Dach oder eine Vertikale sein.“ Darüber hinaus könne jeder auf kleinstem Raum selbst etwas anbauen. Im urbanen Anbau sei Deutschland leider noch nicht so weit wie etwa die USA oder die Niederlande. sen