Rosenheim – Zweierlei Bilder liefert das aktuelle Rosenheimer Wirtschaftsbarometer, dessen jüngste Zahlen vom Dezember 2018 stammen. Da sind zum einen die Einschätzungen zur Geschäftslage, welche die 50 befragten Unternehmen aus Stadt und Landkreis Rosenheim mit einem Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen von +47,5 geringfügig schwächer als in der Erhebung vom November 2018 bewertet.
Stimmung
leicht schlechter
An der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Technischen Hochschule Rosenheim, an der das Wirtschaftsbarometer monatlich erstellt wird, bewertet man dies „nach wie vor als sehr guter Wert.“ Im Vormonat lag dieser bei unter 40 Punkten.
Zum anderen bewerten die Unternehmen ihre Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate mit einem Saldo von –5,8 erneut leicht pessimistisch. Hier ist die Stimmung sogar leicht schlechter, als nach den Werten des ifo-Institutes für Deutschland, wo der vergleichbare Saldo nur
– 3,9 erreichte. Was die aktuelle Geschäftslage betrifft, zeige diese in Rosenheim dagegen klar ein günstigeres Bild als in ganz Deutschland für das gute +26,6 Punkte errechnet wurden, so die Autoren.
Die etwas eingetrübten Erwartungen der teilnehmenden Unternehmen schlagen sich auch in deren Planungen in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und die Höhe der Investitionen nieder.
So rechnen derzeit 28 Prozent der befragten Unternehmen mit einer Erhöhung der Mitarbeiteranzahl, vor drei Monaten war es noch fast jedes dritte Unternehmen.
Einzelhandel: kaum neuer Personalbedarf
Insbesondere in der Baubranche und im Dienstleistungssektor werden neue Mitarbeiter gesucht. 67 Prozent der Baufirmen planen demnach in den kommenden zwölf Monaten eine Personalerhöhung; im regionalen Dienstleistungssektor wollen dies 35 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe rechnen immerhin och 27 Prozent damit, demnächst mehr MItarbieter zu brauchen. Dagegen planen nur acht Prozent der Einzelhändler einen Personalaufbau. Lediglich acht Prozent der Unternehmen gehen von einem Personalabbau aus. Verhältnismäßig viele sind dies im verarbeitenden Gewerbe mit 13 Prozent. Im Baugewerbe plant dies kein Unternehmen, im Dienstleistungssektor lediglich vier Prozent.
Auch Investitionen stagnieren
Auch das Investitionsklima hat sich etwas abgekühlt. Immerhin noch 32 Prozent der Teilnehmer planen, diese zu erhöhen. Im Vorquartal waren es jedoch noch 38 Prozent. Lediglich im Einzelhandel halten sich die Unternehmen, die ihre Investitionen kürzen wollen, mit denen, die diese eher ausweiten möchten, mit jeweils 25 Prozent die Waage.
Stagnation herrscht bei der Investitionsfrage bei den Dienstleistern: 70 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Ausgaben hier gleich bleiben. Insgesamt planen nur neun Prozent aller teilnehmenden Unternehmen eine Reduktion, darunter das verarbeitende Gewerbe. Hier gaben 13 Prozent der Befragten an, in den kommenden Monaten weniger investieren zu wollen.