Das Labor

Proto_lab: Gewappnet für Industrie 4.0

von Redaktion

Außergewöhnliches Forschungslabor an der TH Rosenheim lockt Wirtschaft

Rosenheim – Industrie 4.0 in Verbindung mit dem Internet der Dinge (IoT) hautnah erleben: Möglich macht dies das proto_lab der TH Rosenheim. Eine innovative Einrichtung, die eine digitalisierte, automatisierte Industrie 4.0-Produktionsumgebung abbildet. Die Verknüpfung digitaler und analoger Elemente machen den Produktionsprozess extrem flexibel. Die Lösungen, die im proto_lab erarbeitet werden, eignen sich für Konzerne wie für KMU und Handwerksbetriebe – Unternehmen aus Nah und Fern zeigen daher Interesse am Projekt, lassen dort forschen und unterstützen es als Förderer. So auch neuerdings die Homag Group AG aus Schopfloch, weltgrößter Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen und Anlagen für die Möbelindustrie. Vorstandsvorsitzender Pekka Paasivaara zeigte sich gegenüber den OVB-Heimatzeitungen beeindruckt vom Labor.

Sie fördern das proto_lab, kommen aber selbst nicht aus der Region. Wie entstand der Kontakt?

Rosenheim ist seit 95 Jahren der Ausbildungsstandort für Holztechniker. Viele unserer Mitarbeiter haben selbst hier studiert. Auch in der Nachwuchsförderung bestehen enge Kontakte, die wir ausbauen wollen.

Um welche Fördersumme geht es beim proto_lab und für wie lange soll die Kooperation laufen?

Wir fördern das Projekt aktuell mit einem ordentlichen sechsstelligen Betrag, die Laufzeit beträgt drei Jahre. Highlights aus der Zusammenarbeit werden dieses Jahr auf der Messe LIGNA in Hannover präsentiert.

Was versprechen Sie sich von dieser Zusammenarbeit?

In diesem Projekt sind durch die Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichsten Fachbereichen so viele Ideen und Innovationen entstanden. Großartig ist etwa der Ansatz der Anwenderorientierung. Wir haben gesehen, wie man Digitalisierung und Produktion zusammenbringen kann und dabei die realen Bedürfnisse der Kunden erfüllt. Diese praxisbezogene Herangehensweise erfüllt auch die Ansprüche, die wir an Forschungsprojekte stellen.daxlberger/sen

Hausmesse im Juli

Initiiert haben das proto_lab, das seinesgleichen in der deutschen Forschungslandschaft sucht, Professor Dr.-Ing. Oliver Kramer, Jochen Paul und Roman Paeske. Neben der Homag AG und dem regionalen Wirtschaftsverband Seeoner Kreis unterstützen das Labor an der TH weitere Industriepartner: die Serva Transport Systems GmbH, die Barth GmbH, die Weigang AG, ifp analytics, die EWC-EasyWare Computer GmbH und die Tresmo GmbH. Fördergelder im sechsstelligen Euro-Bereich fließen in Investitionen in Technik, Material zum Bau von Prototypen sowie in Mitarbeiter für die Entwicklung. Für Juli dieses Jahres ist eine Hausmesse geplant, bei der Unternehmen das Labor besichtigen können und Ansprechpartner für Projekte finden.

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