Salus: Standortbekenntnis und Baumband

von Redaktion

Die Tonika, Elixiere, Arznei- und Kräutertees, Tropfen, Kapseln und Tabletten von Salus sind weltweit bekannt. Der Bruckmühler Betrieb erweitert derzeit seine Produktion und das Labor. 60 neue Arbeitsplätze entstehen dort. Investiert werden über 15 Millionen Euro.

Bruckmühl – „Der Natur verbunden. Der Gesundheit verpflichtet.“ Diesem Credo folgt das Bruckmühler Unternehmen Salus seit über 100 Jahren. Die aktuelle Erweiterung ist zugleich ein Bekenntnis an den Standort im Mangfalltal. Auf circa 1500 Quadratmetern Grundfläche entsteht der neue Kubus. Gestern war Richtfest für den Neubau, der mit den beteiligten Handwerkern gefeiert wurde.

Gestern Richtfest

mit den Handwerkern

„Der Rohbau ist weitgehend fertiggestellt. Nächster Schritt ist der Innenausbau, mit dem wir im Keller bereits begonnen haben“, so Geschäftsführer Dr. Florian Block von Salus. Er ist zusammen mit Dr. Otto Greither die Unternehmensführung. Die beiden sind optimistisch, die Produktions- und Büroräume Ende des Jahres beziehen und nutzen zu können. Dann ziehen Teile von Wissenschaft, Labor und Produktion nach Fertigstellung in das neue Gebäude mit modernsten Arbeitsbedingungen ein. „Wir haben in den vergangenen Jahren circa 60 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Neubau trägt dieser Entwicklung Rechnung und soll weiteres Wachstum ermöglichen“, so Dr. Block.

15 Millionen Euro werden investiert

Die aktuelle Investition von über 15 Millionen Euro in das Bauprojekt ist zugleich ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Bruckmühl. Und: „Die verschiedenen Aufträge werden ganz überwiegend an lokale Firmen vergeben.“ Die Produkte der Firma sind begehrt – zur Vorsorge oder als Helfer bei Beschwerden. „Bereits heute werden alle Salus-Produkte im Auwald-Biotop in Bruckmühl angeboten. Das Geschäft liegt direkt neben dem Firmengelände, ein zusätzlicher Direktverkauf ist daher nicht notwendig“, sagt der Geschäftsführer.

Das Bauvorhaben erfüllt zudem eine Besonderheit. Denn Nachhaltigkeit spielt bei Salus immer eine wichtige Rolle. Es ist eine Fotovoltaik-Anlage geplant, wie sie bereits auf vielen Salus- Dächern zu finden ist. „Zudem heizen wir mit Abwärme, die bei der Produktion entsteht. Im Sommer kühlen wir auch mit Flusswasser. Alle Systeme, die wir installieren, sind hocheffizient und umweltfreundlich – dazu zählen die Wärmerückgewinnung in den Lüftungsanlagen, die Betonkernaktivierung, die Kälteerzeugung, Pumpen und die LED-Beleuchtung“, so technischer Betriebsleiter Thomas Günther. Wo immer es aus hygienischen Gründen möglich sei, werde Regenwasser auch im Gebäude genutzt. Ein Höhepunkt werde die Dachbegrünung, wofür eigens ein Biodiversitäts-Konzept ausgearbeitet wurde.

Im gesamten Bau würden außerdem LED-Beleuchtung installiert. Ein besonderer Höhepunkt werde die Dachbegrünung, wofür eigens ein Artenschutz-Konzept ausgearbeitet wurde. All das sei nur durch die Arbeit der regionalen Firmen möglich, die am Bau beteiligt sind. „Grüne Architektur mit Schwung“ ist das Leitmotiv für die aktuellen Bauarbeiten. Den Startschuss für das Vorhaben gab vor über einem Jahr die Verlegung des Kräutergartens. Dieser ist nach Bergham „umgesiedelt“ worden. Dort pflegt Salus bereits Versuchsfelder für den Heilpflanzenanbau.

Biodiversitätskonzept für Bäume

Geplant hat den Bau der Rosenheimer Architekt Hartmut Hinz in Kooperation mit dem Büro Theinert Maier Architekten. Hinz habe bereits mit dem Bau der Salus-Kantine sein Gespür für nachhaltige und naturnahe Architektur gezeigt. Für den Erweiterungsbau war es ihm wichtig, dass sich die Gestaltung gut in das Ortsbild fügt. Der Neubau mit seinem dynamischen Schwung und dem fünf Meter über dem Boden schwebenden, gekurvten Band trägt eine Reihe von Bäumen aus dem Salus-Areal zurück in den öffentlichen Raum. „Dieses Bild symbolisiert auch unser Ziel, für jegliche Eingriffe in die Natur stets Ausgleich zu schaffen“, heißt es von Firmenseite.

400 Mitarbeiter beschäftigt

Der Neubau erfülle alle Anforderungen der Richtlinien an eine „Gute Herstellungspraxis“ für Arzneimittel und soll gleichzeitig so nachhaltig wie möglich sein. Insbesondere das Biodiversitätsmanagement spiele eine hervorgehobene Rolle. Da das Betriebsgelände von Salus über viele Grünflächen verfügt, steigt die Flächenversiegelung durch den Neubau nur von etwa 16 auf 18 Prozent an.

Mit über 400 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro gehört die Salus-Unternehmensgruppe zu den Marktführern in der Reformwaren-Branche.

Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz und Energieffizienz

Die Vorreiterrolle im Umweltschutz hat dazu geführt, dass Salus 2014 in den Verein „Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft“ aufgenommen wurde. Der Betrieb zählt damit zu den 28 ersten Unternehmen in Deutschland, die von einem wissenschaftlichen Beirat aus Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums, Bundesumweltministeriums sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer DIHK in diesen Kreis aufgenommen wurde. 2000 war Salus einer der ersten Unterzeichner des Projekts „Medizin und Artenschutz“ der Umweltstiftung World Wildlife Fund, kurz WWF. Dabei werden dem Boden nur so viele wild wachsende Heilpflanzen entnommen, dass der Bestand nicht gefährdet wird. Der Arzt Dr. Otto Greither wollte seinen Mitmenschen mit Naturheilkunde und natürlicher Ernährung eine Hilfestellung zu einer gesunden Lebensführung geben. 1916 gründete er deswegen das Salus-Haus in München. Heute wäre er stolz, dass seine Grundsätze immer noch Bestand haben. So steht Salus – nach wie vor unter der Leitung seines Sohnes Otto Greither im Alter von 94 Jahren – seit über einem Jahrhundert für die Gesundheit und das Wohl des Menschen im ganzheitlichen Sinn. Nach wie vor steht Salus für Nahrungs- und Heilmittel ohne Konservierungsstoffe, künstliche Aromen und gentechnisch veränderte landwirtschaftliche Rohstoffe. Ziel sei es, viele Kräuter und Heilpflanzen aus ökologischem Anbau zu verarbeiten. Salus bietet rund 1500 Artikel an, zu denen Tonika, Elixiere, Arznei-, Kräuter- und Gewürztees, Tropfen, Kapseln und Tabletten zählen. „Wir lehnen die Anwendung der Agro-Gentechnik für Lebensmittel prinzipiell ab. Firmenphilosophie: „Die Produkte stehen für ökologisches Engagement, Unterstützung des Bio-Anbaus, Nachhaltigkeit, Biodiversität, soziale Verantwortung und die Schaffung von Ausbildungsplätzen.“

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