Eine Stunde weniger Arbeit und mehr Geld

von Redaktion

Plus für Gebäudereiniger – 690 Rosenheimer Kräfte profitieren

Rosenheim –Lohn-Plus fürs Wischen und Fensterputzen: Die 690 Reinigungskräfte in Rosenheim bekommen ab sofort mehr Geld. Zum Januar ist der spezielle Mindestlohn in der Gebäudereinigung auf 10,56 Euro pro Stunde gestiegen – 2,5 Prozent mehr als bisher. Glas- und Fassadenreiniger kommen nun sogar auf einen Stundenlohn von 13,82 Euro. Das teilt die IG BAU mit. In ganz Bayern profitieren demnach 110000 Beschäftigte von der Lohnerhöhung. Das Plus ist für alle Reinigungsfirmen verpflichtend.

„Wer gute Arbeit leistet, soll auch entsprechend entlohnt werden“, betonte Karin Brune von der Wasserburger Gebäudereinigung Werner Brune. Sie setzen seit Jahresbeginn die neue Regelung um und stehen hinter den höheren Löhnen bereits die nächsten Erhöhungen sind 2020 anvisiert.

Harter Job braucht faire Entlohnung

„Wer täglich Schulen, Büros und Krankenhäuser sauber hält, macht einen harten Job. Dafür gibt es jetzt einen verdienten Zuschlag“, freut sich Michael Müller. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberbayern rät den Beschäftigten zum Lohn-Check. Mit der Januar-Abrechnung müsse das zusätzliche Geld auf dem Konto sein. „Auch Minijobber sollten genau hinschauen. Durch das aktuelle Lohn-Plus verringert sich ihre Arbeitszeit“, erklärt Müller.

Um auf 450 Euro im Monat zu kommen, müssten sie nun eine Stunde im Monat weniger arbeiten.

Die IG BAU fordert, auch die Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte deutlich attraktiver zu machen. Darüber verhandelt die Gewerkschaft aktuell mit den Arbeitgebern. Im Mittelpunkt steht hierbei die Eingruppierung in die richtige Lohngruppe. „Viele Beschäftigte, die eine Fachausbildung haben, verdienen aktuell zu wenig.

Anerkennung von

Berufserfahrung

Das soll sich ändern“, so die Gewerkschaft. Eine mehrjährige Ausbildung müsse sich lohnen – genauso wie die Anerkennung der Berufserfahrung. Bisher zähle hier vor allem die
reine Tätigkeit. Außerdem
soll es in der Gebäudereinigung – wie in den meisten Branchen – ab diesem Jahr auch Weihnachtsgeld geben.

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