Rosenheim/Stockholm – Die Gerüchteküche um Kathrein brodelt wieder einmal: Per Flurfunk sprach sich gestern unter der besorgten Belegschaft des Rosenheimer Unternehmens herum, der schwedische Telekommunikations-Ausrüster Ericsson habe Kathrein soeben übernommen. Entsprechende Informationen gingen auch bei unserer Zeitung ein.
Sowohl Kathrein, als auch Ericsson in Stockholm sprechen von „Gerüchten“. Kathrein-Sprecher Anton Maier: „Zu Gerüchten und Spekulationen äußern wir uns grundsätzlich nicht.“ Im Zuge der eigenen Reorganisation spreche man mit Ericsson über Kooperationsmöglichkeiten. „Dabei ziehen wir verschiedene Formen einer Partnerschaft in Betracht, angefangen bei strategischen Allianzen bis hin zu Optionen, die über eine reine Technologiepartnerschaft hinausgehen könnten.“
Kurz vorm Jahreswechsel hatte bereits ein ähnliches Gerücht für Aufsehen gesorgt. Damals hieß es, Kathrein könnte im Frühjahr 2019 zumindest seine Mobilfunksparte an die Schweden veräußern. Von damit verbundenen personellen Einschnitten war ebenfalls die Rede: Angeblich würde ein solcher Schritt bedeuten, die derzeit rund 1000-köpfige Rosenheimer Belegschaft auf 800 zu reduzieren. Das Unternehmen bestätigte diese Informationen bislang nicht. Das neue Gerücht um den Verkauf kommt ausgerechnet im Jubiläumsjahr 2019, in welchem sich die Gründung von Kathrein zum 100. Mal jährt.