Miesbach – Mit 194 aufgetriebenen Zuchttieren war der jüngste Großviehmarkt des Zuchtverbandes Miesbach sehr gut beschickt. Die Preise gaben bei den Jungkühen, auch qualitätsbedingt, etwas nach. Bei den Jungstieren war sechs Anbietern das Gebot zu niedrig und sie nahmen ihre Tiere wieder mit in den Stall.
Aus Rosenheimer Zucht zur Besamung
Die 25 verkauften Stiere erreichten im Durchschnitt 4272 Euro bei einer Spanne von 1450 bis 50500 Euro. Ein sehr gut entwickelter Remmel-Sohn, „Remo“, erzielte den Tageshöchstpreis. Neben den hervorragenden genomischen Werten war wohl der enorm hohe Euterzuchtwert von 129 – ein Grund für das lang anhaltende Winkerduell, in dem die Besamungsstation Herbertingen in Baden-Württemberg die Oberhand behielt. Söhne von Wobbler und Zaspin aus den Landkreisen Rosenheim und München gingen zur Bayern-Genetik in die Quarantäne nach Landshut. Zwischen 6000 und 7100 Euro lagen die Preise.
„Emir“, ein Extrem-Sohn, und „Vabi“, ein Villeroy-Sohn, beide im Landkreis Rosenheim gezüchtet, wurden für 3500 Euro an die Besamungsstation CRV überstellt. Natursprungstiere kosteten durchschnittlich 1810 Euro bei einem Höchstpreis von 2250 Euro. Natürliche Hornlosigkeit liegt laut Zuchtverband nach wie vor im Trend.
Die 142 verkauften Jungkühe erreichten im Schnitt 1574 Euro und damit weniger als vor Monatsfrist. Insbesondere im oberen Preissegment blieben die Gebote etwas zögerlicher. Nur elf- mal wurden 2000 Euro überschritten; von 920 bis 2450 Euro reichte die Preisspanne. Die beiden teuersten Tiere kamen aus dem selben Stall in Sauerlach und gingen für 2450 und 2200 Euro in die Landkreise Miesbach und Freising. Mit einer mittleren Tagesleistung von 27,6 Kilo war man im gewohnten Niveau, die Schwankungsbreite von 19 bis 40 Kilo war dagegen außergewöhnlich. Niedrige und sehr hohe Tagesleistungen schreckten die Käufer eher ab.
Die meisten Tiere bleiben in Bayern
Von den zwölf vorgestellten Bio-Jungkühen wurden zehn für rund 1474 Euro verkauft. Auch hier drückten einige schwächere Tiere den Preis. Zwei Kalbinnen kosteten 1370 Euro, zwei Jungrinder 620 Euro. 32 Zuchttiere blieben im Verbandsgebiet, 74 gingen ins restliche Bayern, 17 nach Norddeutschland, 48 nach Südtirol, Belgien und Holland. Nächster Markt: 17. April.