München/Mühldorf/Burghausen – Die Münchener bayernets GmbH hat vor Kurzem mit Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger in der Gemeinde Finsing (Landkreis Erding) die neue Erdgasfernleitung „Monaco“ eingeweiht. Diese ist seit Dezember 2018 in Betrieb. Sie verläuft von der deutsch-österreichischen Landesgrenze in Burghausen nach Finsing, und gehört zu den größten Leitungsbaumaßnahmen der Gaswirtschaft in Süddeutschland. „Wir wollen ein Gesamtkonzept für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung. Erdgas spielt dabei eine wichtige Rolle“, so Aiwanger. Um die Volatilität auszugleichen, brauche man zusätzlich zum Ausbau der erneuerbaren Energien regionale und klimafreundliche Gaskraftwerke.
Der Kapazitätsbedarf für Gastransporte in Deutschland und Europa steige zunehmend, ergänzte Dr. Matthias Jenn, Geschäftsführer der bayernets GmbH. Die erdverlegte Pipeline führt auf einer Länge von 87 Kilometern durch die Landkreise Altötting, Mühldorf und Erding. Der Fernleitungsnetzbetreiber bayernets hat mit dem Bau insgesamt mehr als 200 Millionen Euro in die bayerische Gasinfrastruktur investiert. Die Erdgastransportleitung erhöht als Maßnahme des „Netzentwicklungsplans Gas“ die Versorgungssicherheit für Stadtwerke, Regionalversorger, Gewerbe und Industrie im Netzgebiet der bayernets. Zu den technisch besonders anspruchsvollen Herausforderungen der Baumaßnahmen zählten die Untertunnelung des Inns und Innkanals bei Kraiburg im Landkreis Mühldorf auf einer Länge von rund 700 Metern, die Querung der Alz mit Alzkanal im Landkreis Altötting sowie die Leitungsverlegung im Bereich Mörntal, ebenfalls auf einer Länge von 700 Metern, in den Kreisen Altötting und Mühldorf. Im Trassenbereich erfolgen voraussichtlich bis einschließlich erstes Halbjahr 2019 Rekultivierungsarbeiten.