Miesbach – Nach zwei Kälberaufzuchtwettbewerben, dem Miesbacher Großvieh- und dem Traunsteiner Kälbermarkt war der Miesbacher Kälbermarkt die vorerst letzte Veranstaltung in der Oberlandhalle in der Karwoche. Wie der Zuchtverband Miesbach berichtet, konnten die 603 aufgetriebenen Kälber flott versteigert werden. Lediglich einige Kreuzungskälber mit Milchrassen und einige sehr leichte Kälber trübten den preislich sehr guten Gesamteindruck etwas. So war man mit dem für die 475 aufgetriebenen Maststierkälber errechneten durchschnittlichen Auszahlungspreis von 6,15 Euro je Kilo Lebendgewicht sehr zufrieden, hatte es doch einen kräftigen Anstieg gegenüber der Vorwoche gegeben. Zwischen 160 und 625 Euro bewegten sich die Stückpreise, 523 Euro waren es im Mittel bei 85 Kilo Gewicht. Bei den Gewichtsklassen war 71 – 80 kg mit 6,37 Euro je Kilo oder 478 Euro je Exemplar relativ am besten bezahlt. Für die Klassen 81 – 90 und 91 – 100 Kilo waren die entsprechenden Werte 6,33 und 538 Euro beziehungsweise 6,06 und 576 Euro. Spitzenware brachte ihren Züchtern bis sieben Euro ein. Am teuersten war ein 97 Kilo schweres Stierkalb, das seinem Verkäufer 625 Euro einbrachte.
38 Zuchtkuhkälber erreichten bei 83 Kilo durchschnittlich 303 Euro Auszahlung oder 3,66 Euro als Kilopreis. Das teuerste Zucht-kalb kostete 425 Euro. Für die 90 Mastkuhkälber gab es im Schnitt 280 Euro oder 3,54 Euro. Die Hälfte der Kälber blieb im Verbandsgebiet oder im restlichen Bayern. Die andere Hälfte ging nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.