Preise sind einigen Aufzüchtern zu niedrig

von Redaktion

Großviehmarkt in Miesbach: Freilaufende Vermarktung etabliert sich

Miesbach – Nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach spielte sich vor Ostern ein flotter Großviehmarkt ab. Wegen der Osterferien waren die Tribünen gut besetzt, während es im Stall mit 126 aufgetriebenen Tieren etwas ruhiger zuging. Grund dafür war das mit drei Wochen kürzere Marktintervall.

Von den 25 zur Körung vorgestellten Jungstieren bekamen alle ein Gebot. Einigen Aufzüchtern war das aber zu niedrig – sie werden ihre Zuchtprodukte zu einem späteren Zeitpunkt nochmals anbieten. Wenn es auch kein Stier in die Besamung schaffte, so waren die meisten Verkäufer mit den erreichten Preisen zufrieden. Die Spanne lag zwischen 1600 und 2250 Euro, bei einem Durchschnitt von 1847 Euro. Die Gewichte bewegten sich zwischen 480 und 650 Kilo, das Alter zwischen elf und 15,5 Monaten. Am besten schnitten zwei natürlich hornlose Stiere mit den Vätern Votary und Iveco ab. Rote Köpfe wirken sich eher verkaufshemmend aus. Zehn Bummerl blieben im Verbandsgebiet, fünf gingen in die Niederlande. Bei den Jungkühen war der Auftrieb mit 97 Tieren etwas knapper.

Siebenmal wurden 2000 Euro übertroffen

Einige Kaufinteressenten konnten ihr Kontingent nicht ganz erfüllen. Fünf Tiere mit Mängelansagen wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Am Ende kam mit 1633 Euro, bei 28,1 Kilo Milch, ein um 60 Euro verbesserter Preis gegenüber dem Vormarkt heraus. Töchter von Poseidon, Versmold und Edelstoff führten die Preisliste mit jeweils 2350 Euro an. Zwei von diesen vorbildlichen Jungkühen verblieben im Verbandsgebiet, eine begleitet den Einkäufer Jan Derk Kuenen in die Niederlande. Die neun durch die Bewertungskommission vorangestellten Jungkühe kosteten im Mittel 2070 Euro.

Sieben Tiere verfehlten die 1300 Euro knapp, ebenfalls siebenmal wurden die 2000 Euro übertroffen.

20 Jungkühe wurden freilaufend angeboten. Das bedeutet, dass die Tiere auf dem Weg vom Heimatstall bis zum Käufer getrieben und nicht mehr an der Halfter geführt werden. Die Preise waren auch hier stark von der Tierqualität abhängig und unterschieden sich nicht von ihren am Strick präsentierten Kolleginnen. Das Angebot an Biotieren war laut Zuchtverband Miesbach wieder sehr knapp. Nachdem von 15 angemeldeten Tieren nur sechs qualitativ sehr unterschiedliche erschienen waren, ergaben sich auch in dieser Kategorie große Preisschwankungen zwischen 1260 und 2150 Euro.

Eine Kalbin wurde mit 1440 Euro abgerechnet, drei Mehrkalbskühe brachten ihren Besitzern 1500 Euro ein.

Die neuen Arbeitsplätze sind für 37 Tiere im eigenen Verbandsgebiet, für 45 im restlichen Bayern, für drei weitere in Norddeutschland und für 30 in den Niederlanden, in Österreich und Südtirol.

Der nächste Großviehmarkt in der Miesbacher Oberlandhalle findet am Mittwoch, 15. Mai, statt.

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