Mühldorf/Altötting – Softwareentwickler, Musiker und Tänzer, freie Journalisten, Architekten und Filmemacher: Sie alle gehören zur Kultur- und Kreativwirtschaft. In Bayern erwirtschafteten sie zuletzt einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro. Die Kreise Mühldorf und Altötting wollen diese Berufe besser vernetzen (wir berichteten). So organisiert der Arbeitskreis Kultur- und Kreativwirtschaft mit IHK, Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft regelmäßige Treffen (Infokasten).
Neue statistische Verfahren ermöglichen es, die Zahl der regionalen Kulturschaffenden getrennt nach hauptberuflich Tätigen (ab einem Jahresumsatz über 17500 Euro) sowie Mini- und Mikroselbständigen zu unterscheiden: So leben nach neuesten Zahlen (2016) im Landkreis Mühldorf rund 255 Kreative von ihrer Tätigkeit; 180 tun dies in geringerem Umfang, sind also nicht umsatzsteuerpflichtig. Bezieht man die Zahl derjenigen ein, die in abhängiger Beschäftigung in der Kultur- und Kreativbranche tätig sind, dürften die Zahlen noch höher liegen – im Nachbarlandkreis zum Beispiel bei 1150 Personen. sen