Miesbach – Nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach sind die Kälberpreise zurzeit relativ stabil. Da der Auftrieb mit insgesamt 568 Tieren eher knapp war und es genügend Interessenten und Kaufaufträge gab, hatte Versteigerer Florian Maier einen schnellen Feierabend. Die 442 Stierkälber wogen durchschnittlich 87 Kilo und erzielten einen Auszahlungspreis von 5,71 Euro je Kilo oder 497 Euro je Stück. Die Spanne reichte dabei von 210 bis 600 Euro. Die etwas leichtere Gruppe der Kälber mit 71 bis 80 Kilo brachten ihren Besitzern 5,97 Euro je Kilo beziehungsweise 454 Euro je Stück ein. Für die Klassen 81 bis 90 und 91 bis 100 Kilo lagen die entsprechenden Preise bei 5,76 und 5,55 Euro und bei 495 und 531 Euro. Absolute Spitzenkälber erzielten Auszahlungspreise bis 6,50 Euro.
Die 43 Zuchtkuhkälber brachten zwischen 200 und 420 Euro, die Lebendgewichte reichten von 58 bis 119, im Mittel 86 Kilo oder 316 Euro. Daraus errechnet sich ein durchschnittlicher Kilopreis von 3,67 Euro. Kälber, die nicht der Herdbuchabteilung A entsprechen, weil es Lücken in der Abstammung gibt, gehören nicht in die Kategorie „Zuchtkälber“. Sie erlösen bestenfalls den Mastpreis und ziehen den Durchschnitt nach unten. Die Mastkuhkälber zogen gegenüber der Vorwoche etwas an und waren den Zuchtkuhkälbern im Kilopreis nahezu ebenbürtig. Da sie im Durchschnittsgewicht aber bei nur 83 Kilo lagen, war der Stückpreis auch etwas niedriger. 32 Prozent der Kälber blieben in Bayern, 51 Prozent gingen nach NRW und Niedersachsen, 17 Prozent gingen in einen anderen EU-Staat.