Großbritannien ist mit sechs Millionen Euro Umsatz im Jahr für die Molkerei Bauer mit Sitz in Wasserburg der zweitgrößte Absatzmarkt in Europa (nach Holland). Jahrelang war Großbritannien ein zuverlässiger Partner, so der Geschäftsführer der Bauergruppe, Markus Bauer (links), bei einem Besuch der CSU-Europaabgeordneten Professor Dr. Angelika Niebler (Mitte). Jetzt hat der drohende Brexit viele Fragen rund um die zukünftige Gestaltung der Handelsbeziehungen aufgeworfen. Trotzdem ist Bauer zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird, „denn sonst sind die Regale in Großbritannien leer“. Auf die neuen Herausforderungen rund um den Export in ein Land, das aus der EU ausscheiden wird, können sich Unternehmen, die Frischeprodukte herstellen, nur schwer vorbereiten, betonte Bauer bei einem Wirtschaftstreffen. Auf Einladung des CSU-Ortsverbandes Wasserburg diskutierten führende Vertreter der Unternehmen aus der Region, der Banken und Kliniken mit Niebler über die Europapolitik. Im Fokus standen nach Informationen des CSU-Vorsitzenden Wolfgang Schmid die Familienunternehmen, die nach Erfahrungen von Niebler bereits heute global denken und europäisch handeln, die schleppende Digitalisierung („Warum über 5G reden, wenn wir noch nicht einmal 3G haben“, so Schmid.). Weiteres Thema war der Fachkräftemangel, der auch den Klinikstandort Wasserburg betrifft. Foto John Cater