Miesbach – Nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach konnte das Preisniveau auf dem jüngsten Kälbermarkt am 9. Mai gut gehalten werden.
Bei einem etwas größeren Auftrieb von insgesamt 607 Tieren lief die Versteigerung bis zum Ende schwungvoll. Schon die 34 Zuchtkuhkälber konnten zügig abgesetzt werden.
Viele Kälber mit
über 100 Kilogramm
Bei Lebendgewichten zwischen 66 und 109 Kilogramm bewegten sich die Stückpreise zwischen 200 und 435 Euro, im Schnitt wogen sie 85 Kilo und die Züchter erzielten 3,90 Euro Kilo oder 332 Euro je Stück (brutto). Den Spitzenpreis erreichten Töchter der Spitzenvererber Wiscona, Everest und Mahango. Ebenfalls gut verkaufen ließen sich die 92 aufgetriebenen Mastkuhkälber aus dem Verbandsgebiet. Bei durchschnittlich 80 Kilogramm Lebendgewicht brachten sie ihren Besitzern 292 Euro oder 3,65 Euro je Kilo Lebendgewicht ein. Die 479 Stierkälber wogen durchschnittlich 87 Kilo und erzielten einen Auszahlungspreis von 5,76 Euro je Kilo oder 501 Euro je Stück. Die Spanne reichte dabei von 210 bis 640 Euro.
Auffallend war diesmal laut Zuchtverband Miesbach die höhere Zahl an Kälbern über 100 Kilo. Sie hänge mit der allmonatlichen Bekanntgabe der genomischen Zuchtwerte zusammen, die abgewartet werden müsse. Kälber, deren Aufzucht zum Zuchtstier nicht sinnvoll erscheint, seien dann schon sehr schwer und bekämen dann trotz sehr guter Entwicklung keinen guten Kilopreis mehr.
Bei diesem Markt wogen 47 Bummerl zwischen 100 und 139 Kilogramm, kosteten 4,64 Euro brutto je Kilo und zogen den Durchschnitt damit etwas nach unten. Die leichteren Gruppen der Kälber mit einem Gewicht der Klasse 71 bis 80 Kilo, der Klasse 81 bis 90 und 91 bis 100 Kilogramm brachten ihren Verkäufern jeweils einen Preis in Höhe von 5,91 Euro, 5,96 Euro und 5,75 Euro je Kilogramm beziehungsweise 443 Euro, 507 Euro und 546 Euro je Tier ein.
Absolute Spitzenkälber erzielten Auszahlungspreise je Kilo bis zu 6,70 Euro. Nach der Versteigerung blieben 25 Tiere im Verbandsgebiet, 139 kamen ins restlichen Bayern, 366 gingen zu Betrieben nach Nordrhein-Westfalen sowie nach Niedersachsen. 73 Kälber kamen nach Oberitalien.
Sorge vor Blauzungen-Krankheit
Für Unruhe sorgt derweil eine Anordnung des bayerischen Umweltministeriums. Entgegen früheren Aussagen können Züchter ihre Kälber aus einem Blauzungensperrgebiet nach der Blutuntersuchung nur noch bis Freitag, 17. Mai, in freie Zonen zu bringen.
Danach können nur noch Kälber von geimpften Kühen in freie Gebiete verbracht werden. Das Gebiet des Zuchtverbandes Miesbach ist zwar offiziell krankheitsfrei, kann aber jederzeit in eine Restriktionszone fallen.